Medizinisches Cannabis bei MS in der Schweiz – Spastik, Schmerzen und Lebensqualität gezielt behandeln
Medizinisches Cannabis bei MS in der Schweiz: Wenn Standardmedikamente nicht reichen, bietet medizinisches Cannabis eine ergänzende Option.
Medizinisches Cannabis bei MS (Multiple Sklerose) in der Schweiz gehört zu den am besten dokumentierten Einsatzgebieten von Cannabisarzneimitteln. Mit Nabiximols (Sativex ®) wurde ein standardisiertes THC:CBD-Mundspray in der Schweiz spezifisch für MS-Spastik zugelassen – gestützt auf randomisiert-kontrollierte Studien.
Seit dem 1. August 2022 können Ärztinnen und Ärzte darüber hinaus weitere THC-haltige Cannabisarzneimittel einschliesslich Dronabinol haltiger Rezepturen ohne BAG-Ausnahmebewilligung auf einem Betäubungsmittelrezept verordnen.
Spastik, neuropathische Schmerzen und Schlafstörungen gehören zu den häufigen MS-Symptomen, die auf konventionelle Therapien nur begrenzt ansprechen. Dieser Leitfaden erklärt, wie medizinisches Cannabis (THC dominante oder CBD:THC Kombinationen) bei MS wirkt, für welche Symptome zum Einsatz kommt, wie der Zugang über die Evidena 5-Stufen-Cannabistherapie funktioniert und was Sie zu Evidenz, Kosten und Ablauf wissen müssen.
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Was ist medizinisches Cannabis bei Multipler Sklerose?

Medizinisches Cannabis bei Multipler Sklerose in der Schweiz bezeichnet die ärztliche Verschreibung von THC- und CBD-haltigen Cannabisarzneimitteln zur Behandlung von MS-Symptomen. Im Vordergrund der Cannabis Therapie stehen Spastik, neuropathische Schmerzen, Blasenfunktionsstörungen und Schlafprobleme.
Die Verschreibung erfolgt bei der Behandlung von MS als ergänzende Therapie, wenn Standardmedikamente wie Baclofen, Tizanidin oder Gabapentin nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden.
MS ist die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems bei jungen Erwachsenen. In der Schweiz leben schätzungsweise 15 000 Betroffene. Die Erkrankung verläuft in Schüben (schubförmig-remittierend) oder progredient (primär oder sekundär progredient) und führt zu vielfältigen neurologischen Symptomen.
Für die Betroffenen bedeutet das eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität. Etwa ein Drittel der Menschen mit MS leidet unter mittelschwerer bis schwerer Spastik, die auf konventionelle orale Antispastika nicht ausreichend anspricht.
Die zwei wichtigsten medizinisch genutzten Cannabinoide sind THC (Tetrahydrcannabinol) und CBD(Cannabidiol). THC wirkt schmerzlindernd, antispastisch, appetitanregend und schlaffördernd und entfaltet seine unter anderem psychoaktive Wirkung über das körpereigene Endocannabinoid-System. In therapeutischen Dosen ist eine berauschende Wirkung selten. CBD wirkt antiepileptisch, angstlösend und entzündungshemmend, erzeugt kein «High» und kann die psychoaktiven Effekte von THC abschwächen.
Cannabinoide wirken beim Menschen über das Endocannabinoidsystem (ECS). An die zwei wichtigsten CB2 und CB1-Rezeptoren des ECS binden sowohl pflanzliche Cannabinoide aus Cannabispräparaten wie THC als auch körpereigene Cannabinoide (Endocannabinoide) wie Anandamid und 2-AG.
Evidenzlage: MS als etablierte Cannabis-Indikation

Multiple Sklerose ist eine der am besten untersuchten Indikationen für medizinisches Cannabis weltweit. Die Evidenzlage unterscheidet sich deutlich von anderen Indikationen wie ADHS oder Migräne. Bezüglich der MS-Spastik zeigt sich, dass Cannabis in Form von Nabiximols (Sativex ®) als zugelassenes Arzneimittel in mehreren randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) seine Wirksamkeit und Sicherheit belegt hat.
MS-Symptome und Cannabis-Wirkung im Überblick

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MS-Symptom |
Relevanter Wirkstoff |
Evidenzstärke |
Zugelassenes Präparat / Option |
|
Spastik |
THC:CBD (1:1) |
Stark (mehrere RCTs) |
Sativex® (Nabiximols) |
|
Neuropathische Schmerzen |
THC, THC:CBD |
Moderat (RCTs) |
Sativex®, Magistralrezepturen |
|
Schlafstörungen |
THC-haltige |
Moderat (sekundäre Endpunkte) |
Magistralrezepturen |
|
Blasenfunktionsstörungen |
THC:CBD |
Begrenzt (Fallberichte) |
Magistralrezepturen |
|
Tremor |
THC:CBD |
Begrenzt |
Magistralrezepturen |
|
Spastik-assoziierte Spasmen |
THC:CBD (1:1) |
Moderat |
Sativex®, Magistralrezepturen |
Zentrale Studienergebnisse zur Wirksamkeit von Cannabis
Die Wirkung von Cannabis und die Möglichkeit die neuropathischen Schmerzen und weitere Symptome bei MS-Betroffenen mit einer Cannabistherapie zu lindern, konnte in folgenden Studien nachgewiesen werden
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Die SAVANT-Studie (doppelblind, placebokontrolliert) zeigte: 77,4 % der Patientinnen und Patienten unter Nabiximols erreichten nach 12 Wochen eine klinisch relevante Verbesserung der Spastik – gegenüber 32,1 % unter Placebo.
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Die CAMS-Studie (Cannabinoids in MS, Zajicek et al., 2005) untersuchte über 12 Monate die Langzeitwirkung von oralem THC und Cannabisextrakt bei 630 MS-Betroffenen mit Spastik an 33 britischen Zentren. Die Ergebnisse zeigten einen kleinen, aber signifikanten Behandlungseffekt von THC auf die Spastik (Ashworth-Skala) sowie Hinweise auf eine Verbesserung bestimmter Aspekte der Behinderung.
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Ein umfassendes 10-Jahres-Review (Chan & Silván, 2022) bestätigt: Etwa 40–50 % der MS-Betroffenen sprechen früh auf Nabiximols an und können eine spürbare, über Monate bis Jahre anhaltende Besserung der Spastik erwarten.
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Eine multizentrische Schweizer Real-World-Studie (2024, Journal of Clinical Medicine) untersuchte die Wirksamkeit und Zufriedenheit mit Nabiximols in Schweizer MS-Zentren – mit vergleichbaren Ergebnissen zur RCT-Evidenz.
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Neben der Spastik verbessern sich unter Nabiximols häufig zusätzlich assoziierte Symptome wie Spasmen, neuropathische Schmerzen und Schlafqualität – ein Phänomen, das in der Fachliteratur als «Spasticity-Plus-Syndrom» beschrieben wird.
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Sativex® und andere Cannabisarzneimittel bei MS
Nabiximols (Sativex ®) ist das einzige in der Schweiz zugelassene Cannabisarzneimittel mit spezifischer MS-Indikation. Der Cannabisextrakt (nicht synthetisch hergestellt) wird als oromukosales Spray angewendet und enthält THC und CBD im Verhältnis 1:1 (27 mg/ml THC, 25 mg/ml CBD). Sativex ® wird von Swissmedic reguliert, ist seit 2013 in der Schweiz zugelassen und unterliegt der Betäubungsmittelverschreibung.
Neben Sativex® können Ärztinnen und Ärzte zur Cannabis-Therapie magistral hergestellte Arzneimittel mit Cannabinoiden verschreiben – etwa THC- oder CBD-haltige Tropfen, Kapseln oder Cannabisblüten zur Inhalation per Vaporisator.
Diese werden von Apotheken nach ärztlicher Verordnung individuell hergestellt (sogenannte Magistralrezepturen). Die Wahl zwischen Sativex ®, Medizinalcannabis in Form von Blüten und Magistralrezepturen hängt von der Symptomkonstellation, der individuellen Verträglichkeit und den Kosten ab.
Darreichungsformen bei MS im Vergleich
|
Form |
Wirkungseintritt |
Wirkdauer |
Einsatz bei MS |
|
Sativex® (Mundspray) |
15–45 Minuten |
2–4 Stunden |
Spastik, Spasmen, Schmerzen |
|
Ölige Tropfen (THC/CBD) |
30–90 Minuten |
4–8 Stunden |
Schmerzen, Schlaf, Basisversorgung |
|
Cannabisblüten (Vaporisator) |
1–5 Minuten |
2–4 Stunden |
Akute Spasmen, Durchbruchschmerzen |
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Kapseln |
60–120 Minuten |
6–8 Stunden |
Kontrollierte Tagesdosierung, Nachtruhe |
Mythen und Fakten: Was viele über Cannabis und MS falsch verstehen
Bei MS-Betroffenen bestehen häufige Fehlannahmen zu den Wirkungen und Nebenwirkungen von Cannabis, die eine sachliche Beurteilung erschweren.
„Cannabis heilt MS.“
Nein. Medizinisches Cannabis behandelt Symptome der Multiplen Sklerose – insbesondere Spastik, Schmerzen und Schlafstörungen. Es beeinflusst nach aktuellem Wissensstand weder den Krankheitsverlauf noch die Entzündungsaktivität.
„Sativex® ist die einzige Option."
Sativex® ist aktuell das einzige zugelassene Cannabis-Präparat mit MS-Indikation. Daneben stehen jedoch magistral hergestellte Cannabisarzneimittel in verschiedenen Darreichungsformen wie Tropfen, Kapseln oder Blüten zur Verfügung, die von Ärztinnen und Ärzten individuell verordnet werden können.
„Cannabis kann die MS-Basistherapie ersetzen.“
Cannabisarzneimittel ergänzen die immunmodulatorische Basistherapie, ersetzen sie aber nicht. Die Grundbehandlung der MS mit Interferonen, Glatirameracetat, Natalizumab oder Ocrelizumab bleibt bestehen. Cannabis wird ausschliesslich für die symptomatische Behandlung wie Schmerzreduktion oder die Linderung von Muskelspasmen eingesetzt.
„Alle MS-Betroffenen profitieren gleich.“
Die Wirkung auf die Krankheitsaktivität ist individuell unterschiedlich. In klinischen Studien zeigen etwa 40–50 % der Patientinnen und Patienten ein gutes frühes Ansprechen auf Sativex® bei Spastik. Ein strukturierter 4-wöchiger Therapieversuch hilft, die individuelle Wirksamkeit zu beurteilen.
„Cannabis macht bei MS abhängig.“
Langzeit-Sicherheitsdaten über mehr als 10 Jahre zeigen ein günstiges Verträglichkeitsprofil von Nabiximols. Ein klinisch relevantes Abhängigkeitspotenzial wurde in den bisherigen Studien nicht beobachtet. Dennoch erfolgt die Therapie stets unter ärztlicher Aufsicht mit regelmässigen Verlaufskontrollen.
Gesetzliche Grundlage: BetmG, Swissmedic und Sativex®
Die gesetzliche Grundlage für medizinisches Cannabis in der Schweiz bildet das Betäubungsmittelgesetz (BetmG). Seit dem 1. August 2022 ist keine Ausnahmebewilligung des Bundesamtes für Gesundheit (BGA) mehr erforderlich. THC-haltige Präparate werden auf einem Betäubungsmittelrezept verordnet.
Für Magistralrezepturen gelten die allgemeinen Vorschriften der Betäubungsmittelverordnung (BetmV). Swissmedic überwacht die Qualität und Sicherheit aller in der Schweiz abgegebenen Cannabisarzneimittel.
Dies ist klar abzugrenzen von den laufenden Freizeit-Pilotprojekten einzelner Schweizer Städte (zB. Zürich, Basel, Bern), die unter separaten regulatorischen Rahmenbedingungen stattfinden und nicht mit der medizinischen Verschreibung zusammenhängen.
Der Evidena-Weg: Strukturierte Cannabis-Indikationsprüfung bei MS
Die Evidena 5-Stufen-Cannabistherapie bietet MS-Betroffenen einen klaren, telemedizinisch begleiteten Prozess und Cannabis-Zugang nach Evidena-Modell:
1. Kostenfreie Registrierung: Melden Sie sich auf evidena.care an und füllen Sie den Fragebogen zu Ihren MS-Symptomen, der bisherigen Behandlung und aktuellen Beschwerden aus – unverbindlich und ohne Kosten.
2. Ärztliche Cannabis-Indikationsprüfung: Unsere Ärztinnen und Ärzte prüfen Ihre neurologische Diagnose, die bestehende Basistherapie und die Dokumentation bisheriger symptomatischer Behandlungen.
3. Erstgespräch per Videosprechstunde: Im Videogespräch besprechen Sie mit einer Ärztin oder einem Arzt Ihre MS-Symptome wie Spastik und Schmerzen, die Auswirkungen auf Ihren Alltag und die Eignung von Cannabis als ergänzende Therapie. Häufige Themen sind die Abgrenzung zwischen Sativex® und Magistralrezepturen, Fahrtauglichkeit und die Kombination mit bestehenden Medikamenten. In der Regel dauert eine Videosprechstunde mindestens 20 Minuten.
4. Therapiekonzept und Rezeptausstellung: Bei positivem Entscheid erhalten Sie ein individuelles Therapiekonzept, Ihr Cannabis-Rezept und Zugang zum Evidena Vergleichsportal. Der Bezug von Cannabispräparaten ist über unsere Partner-Apotheken möglich.
5. Regelmässige Verlaufskontrollen: In regelmäßigen Abständen erfolgt durch eine Ärztin oder einen Arzt die Überprüfung Ihrer Symptome wie Spastik oder Schmerz und die Verbesserung Ihrer Lebensqualität. Bei Bedarf wird eine Dosisanpassung oder ein Präparatewechsel vorgenommen – in enger Abstimmung mit Ihrer neurologischen Grundbehandlung.
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Kosten und Krankenkasse bei Cannabis und MS
Multiple Sklerose ist eine der Indikationen, bei denen die Chancen auf eine Kostenübernahme vergleichsweise hoch sind. Sativex® ist von Swissmedic zugelassen und wird in bestimmten Fällen von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) übernommen, wenn eine Kostengutsprache erteilt wird.
Für magistral hergestellte Cannabisarzneimittel ist die Kostenübernahme weniger einheitlich geregelt. Entscheidend sind eine sorgfältige Dokumentation der Indikation, der Nachweis der Therapieresistenz gegenüber konventionellen Antispastika und eine ärztliche Begründung.
Typische Gründe für eine Ablehnung sind fehlende Nachweise, dass Baclofen, Tizanidin oder andere Standardmedikamente bereits ausgeschöpft wurden. Evidena Care unterstützt Sie mit der strukturierten Dokumentation, die für eine Kostengutsprache benötigt wird.
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Was Patientinnen und Patienten im Erstgespräch häufig wissen möchten
Die spezialisierten Ärztinnen und Ärzte bei Evidena Care beantworten regelmässig Fragen wie:
"Sativex® oder Magistralrezeptur – was ist besser für mich?"
Antwort: Das hängt von der Symptomkonstellation, der Verträglichkeit von CBD (Cannabidiol) und (Tetrahydrocannabinol) und den Kosten ab. Sativex® hat den Vorteil der Zulassung und einer standardisierten Dosierung. Im Gegensatz dazu bieten Magistralrezepturen mehr Flexibilität bei Darreichungsform und Wirkstoffverhältnis.
"Kann ich Cannabis und meine MS-Basistherapie kombinieren?"
In der Regel ja. Cannabisarzneimittel werden als symptomatische Ergänzung eingesetzt. Mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten werden im ärztlichen Gespräch geprüft. Cannabinoide können herkömmliche Therapien positiv beeinflussen und die Lebensqualität verbessern.
"Darf ich mit Sativex® Auto fahren?"
In der Schweiz gilt für THC am Steuer grundsätzlich Nulltoleranz (1,5 µg/L Blut). Bei ärztlich verschriebenem Cannabis greift diese Grenze jedoch nicht. Stattdessen wird bei einer Kontrolle oder einem Unfall die momentane Fahrfähigkeit nach dem 3-Säulen-Prinzip (Polizei, Arzt, Toxikologie) beurteilt.
"Wie lange dauert es, bis ich eine Wirkung von Cannabis spüre?"
Sativex® wirkt als Mundspray innerhalb von 15–45 Minuten. Eine relevante klinische Besserung der Spastik zeigt sich in Studien meist nach 2 bis 4 Wochen regelmässiger Anwendung (4-wöchiger Therapieversuch). Die Inhalation (Blüten) wirkt am schnellsten, oft innerhalb von Minuten, hält aber weniger lange an.
Häufig gestellte Fragen
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist Sativex® das einzige Cannabis-Medikament bei MS?
Nein. Neben Sativex® können Ärztinnen und Ärzte magistral hergestellte Cannabisarzneimittel verschreiben, etwa THC- oder CBD-haltige Tropfen, Kapseln oder Cannabisblüten. Die Wahl hängt von der Symptomkonstellation (Spastiken, Schmerzen, Blasenfunktionsstörungen und kognitive Beeinträchtigungen) und den individuellen Bedürfnissen ab.
Beeinflusst Cannabis den Verlauf meiner MS?
Medizinisches Cannabis wirkt über das Endocannabinoidsystem (Cannabinoid Receptor CB1 und CB2) und behandelt Symptome, nicht die Krankheitsursache. Es ersetzt keine immunmodulatorische Basistherapie und beeinflusst nach aktuellem Wissensstand nicht den Krankheitsverlauf. Es kann jedoch deutlich die Lebensqualität verbessern.
Wie wird die Dosierung individuell angepasst?
Bei Sativex® beginnt man mit einer niedrigen Dosis (1–2 Sprühstösse pro Tag) und steigert langsam über 1–2 Wochen bis zur optimalen Wirkung («start low, go slow»). Die mittlere Erhaltungsdosis liegt in Studien bei etwa 6–7 Sprühstössen pro Tag. Bei Magistralrezepturen erfolgt die Dosierung nach ärztlicher Anweisung, ebenfalls mit schrittweiser Steigerung, um eventuell auftretende Nebenwirkungen zu minimieren.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Mögliche Nebenwirkungen durch die Freisetzung von Neurotransmittern umfassen Schwindel, Müdigkeit, Mundtrockenheit und Übelkeit. Diese sind in der Regel dosisabhängig und klingen bei Dosisanpassung ab. Langzeitdaten über mehr als 10 Jahre bestätigen ein günstiges Sicherheitsprofil.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten bei MS?
Die Chancen auf eine Kostenübernahme sind bei MS vergleichsweise hoch, insbesondere für Sativex® bei Spastik. Für Magistralrezepturen ist die Praxis uneinheitlich. Eine vorgängige Kostengutsprache ist empfehlenswert. Evidena Care unterstützt Sie mit der strukturierten Dokumentation.
Gibt es Wechselwirkungen mit meinen MS-Medikamenten?
Cannabinoide wie THC und CBD können mit bestimmten Medikamenten interagieren, insbesondere über das Cytochrom-P450-Enzymsystem. Die Ärztinnen und Ärzte bei Evidena Care prüfen mögliche Wechselwirkungen im Rahmen der strukturierten Cannabis-Indikationsprüfung.