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Ein umfassender Überblick über Cannabis: Grundwissen und Anwendungsmöglichkeiten

11 Min. Lesezeit
Medizinischer Arbeitsplatz in der Schweiz mit Cannabisblüten und Ölflasche zur Veranschaulichung von Cannabis Grundwissen

Cannabis ist in der Schweiz längst mehr als nur ein gesellschaftlich diskutiertes Genussmittel. Die Pflanze rückt zunehmend in den Fokus der evidenzbasierten Medizin, der Gesundheitsversorgung und der Versorgungsforschung. Gleichzeitig stellen sich Patient:innen, An- und Zugehörige sowie Gesundheitsfachpersonen viele praktische Fragen: Wie wirkt Cannabis genau? Welche Rolle spielt der Unterschied zwischen THC und CBD? Wie ist der rechtliche Rahmen in der Schweiz geregelt, und wie gelangen Patient:innen tatsächlich zu einer medizinisch begleiteten Therapie? Dieser Beitrag bietet einen strukturierten, umfangreichen Überblick über botanische Grundlagen, pharmakologische Zusammenhänge, medizinische Einsatzgebiete, rechtliche Aspekte sowie telemedizinische Zugangswege – mit besonderem Fokus auf die Versorgungsrealität in der Schweiz.

Ein umfassender Überblick über Cannabis: Grundwissen und Anwendungsmöglichkeiten

Cannabis, eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt, hat in den letzten Jahrzehnten durch seine vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten in medizinischen und industriellen Bereichen erneut an Bedeutung gewonnen. Dieses umfangreiche Grundwissen bietet einen strukturierten Einblick sowohl in die botanischen und pharmakologischen Eigenschaften der Pflanze als auch in ihre rechtlichen und medizinischen Aspekte, insbesondere im Kontext der Schweiz.

Für viele Patient:innen ist Cannabis gleichzeitig Chance und Herausforderung: Die wissenschaftliche Datenlage entwickelt sich dynamisch, während rechtliche Rahmenbedingungen und Zugangswege komplex erscheinen. Umso wichtiger ist ein klar gegliederter Überblick, der medizinische Informationen, rechtliche Einordnung und praktische Orientierung miteinander verbindet. Dieser Beitrag richtet sich an interessierte Laien, Patient:innen, Angehörige und Fachpersonen, die sich sachlich und praxisnah über Cannabis und seine Anwendungsmöglichkeiten informieren möchten.

Die Botanischen Grundlagen von Cannabis

Die Gattung Cannabis, die zur Familie der Hanfgewächse gehört, umfasst verschiedene Arten wie Cannabis sativa, Cannabis indica und Cannabis ruderalis. Diese Pflanzen enthalten mehr als 500 chemische Verbindungen, darunter über 100 Cannabinoide, mit den bekanntesten Substanzen Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). THC ist verantwortlich für die psychoaktiven Effekte der Pflanze, während CBD wegen seiner potentiell therapeutischen Eigenschaften zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Cannabis sativa wird häufig mit eher anregenden, aktivierenden Effekten in Verbindung gebracht, während Cannabis indica traditionell als beruhigender beschrieben wird. In der Praxis liegen jedoch viele moderne Sorten als sogenannte Hybride vor, die Eigenschaften verschiedener Ursprungsformen kombinieren. Für die medizinische Versorgung ist weniger der botanische Name entscheidend, sondern das konkrete Wirkstoffprofil – insbesondere der Gehalt an THC, CBD und ausgewählten Terpenen. Terpene sind aromatische Verbindungen, welche den Geruch der Pflanze prägen und in Studien zunehmend im Zusammenhang mit möglichen synergistischen Effekten („Entourage-Effekt“) untersucht werden.

Kurzübersicht: Wichtige Inhaltsstoffe der Cannabispflanze

Cannabinoide wie THC und CBD stehen im Zentrum der medizinischen Anwendung. Daneben enthält die Pflanze Terpene (z. B. Myrcen, Limonen, Linalool), Flavonoide sowie zahlreiche weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Die genaue Kombination und Konzentration dieser Stoffe bestimmt das pharmakologische Profil eines Produktes. In der medizinischen Praxis wird deshalb zunehmend mit standardisierten Blüten und Extrakten gearbeitet, bei denen Wirkstoffgehalt und Qualität regelmässig kontrolliert werden. Für Patient:innen ist dies ein entscheidender Unterschied zum unkontrollierten Freizeitkonsum.

Unterschiede und Anwendung von Cannabinoiden

THC und CBD wirken über das Endocannabinoidsystem im menschlichen Körper. Während THC an den CB1-Rezeptoren im Gehirn wirkt und psychoaktive Effekte hervorruft, interagiert CBD milder und hat keine berauschenden Wirkungen. Forschungsergebnisse legen nahe, dass CBD die psychoaktiven Effekte von THC regulieren und negative Auswirkungen wie Angst reduzieren kann.

Das Endocannabinoidsystem besteht aus körpereigenen Botenstoffen (Endocannabinoiden), Rezeptoren (vor allem CB1 und CB2) sowie Enzymen, die diese Stoffe auf- und abbauen. Es ist unter anderem an der Regulation von Schmerzverarbeitung, Schlaf, Appetit, Entzündungsprozessen, Stimmung und Stressreaktionen beteiligt. Exogene Cannabinoide aus der Cannabispflanze können an diese Rezeptoren binden oder ihre Aktivität modulieren und so in diese Regulationsprozesse eingreifen. THC wirkt vor allem agonistisch an CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem, während CBD ein komplexeres Wirkprofil mit Interaktionen an verschiedenen Rezeptoren und Botenstoffsystemen aufweist. In der medizinischen Praxis wird häufig versucht, das Verhältnis von THC zu CBD so zu wählen, dass gewünschte Effekte (z. B. Schmerzlinderung) maximiert und unerwünschte Effekte (z. B. starke Rauschwirkung) minimiert werden.

Anwendung von Cannabis in der Medizin

Medizinische Anwendungen von Cannabis umfassen die Behandlung von Symptomen bei chronischen Schmerzen, Entzündungen und bestimmten neurologischen Erkrankungen. In der Schweiz ist medizinisches Cannabis nach strengen gesetzlichen Vorschriften erhältlich und kann beispielsweise zur Linderung von Symptomen bei Multipler Sklerose oder chronischen Schmerzen eingesetzt werden. Evidena Care ermöglicht es Patient:innen, über telemedizinische Angebote effizient und rechtssicher auf diese Behandlungsoptionen zuzugreifen.

In der klinischen Praxis wird Cannabis in der Schweiz insbesondere dann erwogen, wenn etablierte Standardtherapien nicht ausreichend wirksam sind oder schlechter vertragen werden. Typische Einsatzgebiete sind chronische Schmerzsyndrome (z. B. neuropathische Schmerzen), Spastik bei Multipler Sklerose, Appetitlosigkeit und Übelkeit im Rahmen bestimmter Erkrankungen oder Behandlungen sowie in ausgewählten Fällen Schlafstörungen. Wichtig ist dabei stets eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung, die vorhandene Vorerkrankungen, Begleitmedikation und persönliche Lebensumstände berücksichtigt.

Rechtlicher Rahmen und Zugang zu medizinischem Cannabis

In der Schweiz ist Cannabis als Arzneimittel ein straff reguliertes Produkt. Die Verschreibung erfolgt ausschliesslich durch medizinisches Fachpersonal, nach gründlicher Abwägung der indizierten Behandlungsmöglichkeiten. Die Integration von Cannabis in therapeutische Konzepte erfordert sowohl medizinisches als auch regulatorisches Verständnis, um einen sicheren und effektiven Einsatz sicherzustellen.

Mit der Revision des Betäubungsmittelrechts wurden in der Schweiz die Rahmenbedingungen für den Einsatz von medizinischem Cannabis schrittweise angepasst. Ärzt:innen können unter definierten Voraussetzungen Cannabisarzneimittel verordnen, wobei insbesondere Rezeptpflicht, Dokumentationspflichten und Qualitätsanforderungen an die Produkte zu beachten sind. Für Patient:innen bedeutet dies, dass ein legaler Zugang nur über eine ärztliche Verschreibung und über entsprechend befugte Apotheken möglich ist. Telemedizinische Angebote wie Evidena Care unterstützen dabei, den Zugang geordnet, transparent und ortsunabhängig zu gestalten, ohne die notwendigen Sicherheiten im Umgang mit Betäubungsmitteln zu vernachlässigen.

Pharmakologie und Wirkung von Cannabis

Die Wirkung von Cannabis wird durch die Aufnahme von Cannabinoiden im Körper beeinflusst. Insbesondere THC erzielt seine Effekte durch Bindung an die CB1- und CB2-Rezeptoren, was eine Veränderung der Neurotransmitterfreisetzung bewirkt. Die Effekte sind vielfältig und reichen von stimmungsaufhellenden sowie schmerzlindernden bis zu entspannenden Wirkungen.

Neben der Rezeptorbindung spielen auch Resorptionsweg, Dosierung und individuelle Faktoren eine grosse Rolle. Cannabis kann inhaliert (z. B. über Vaporizer), oral (Öle, Kapseln), sublingual (Tropfen unter der Zunge) oder in speziellen Fällen topisch angewendet werden. Inhalative Formen führen meist zu einem rascheren Wirkungseintritt, dafür ist die Wirkdauer kürzer und die Dosierung schwieriger einzuschätzen. Oral aufgenommene Präparate wirken verzögert, halten jedoch länger an und ermöglichen eine feinere Dosissteuerung. Der Stoffwechsel in Leber und Darm (First-Pass-Effekt) beeinflusst, wie viel Wirkstoff tatsächlich im Blut ankommt. Deshalb wird im medizinischen Alltag häufig mit niedrigen Dosen begonnen („start low, go slow“), die unter ärztlicher Aufsicht langsam gesteigert werden.

Medizinische Zielsetzungen einer Cannabis-Therapie

Im Mittelpunkt einer medizinischen Cannabis-Therapie steht selten die vollständige Symptomfreiheit, sondern eine spürbare Verbesserung von Alltag und Lebensqualität. Realistische Therapieziele sind zum Beispiel eine Reduktion der Schmerzintensität, eine Verbesserung von Schlaf und Funktionsfähigkeit oder eine geringere Belastung durch Spastik. Eine sorgfältige Dokumentation von Wirkung, Nebenwirkungen und Veränderungen im Alltag unterstützt sowohl Patient:innen als auch Ärzt:innen dabei, die Behandlung laufend zu optimieren und gegebenenfalls anzupassen oder zu beenden.

Langzeitauswirkungen und Studienlage

Langfristiger Cannabiskonsum erregt wissenschaftliche Aufmerksamkeit bezüglich potenzieller Auswirkungen auf Gehirnfunktion und kognitiver Leistungen. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass es zu Beeinträchtigungen im Kurzzeitgedächtnis und der Lernfähigkeit kommen kann, wobei weiterführende Studien notwendig sind, um langfristige Auswirkungen vollständig zu ermitteln.

In der medizinischen Anwendung liegt der Fokus auf einer strukturierten, kontrollierten und zielgerichteten Therapie. Im Gegensatz zum unregulierten Freizeitkonsum erfolgt die Einnahme in der Regel unter ärztlicher Begleitung, mit definierter Dosis, Indikation und Verlaufskontrolle. Dies ermöglicht es, Nutzen und Risiken individueller abzuwägen und potentielle unerwünschte Effekte frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu laufen weltweit zahlreiche klinische Studien, welche die Wirksamkeit bei unterschiedlichen Erkrankungen, optimale Dosierungsstrategien sowie Langzeitfolgen systematisch untersuchen. Für Patient:innen in der Schweiz ist es wichtig, sich auf den jeweils aktuellen Wissensstand zu stützen und Entscheidungen gemeinsam mit dem Behandlungsteam zu treffen.

Cannabis-Konsum in der Schweiz: Eine statistische Übersicht

In den letzten Jahren ist die Nutzung von Cannabis, sowohl zu medizinischen als auch zu Freizeitzwecken, gestiegen. Statistische Übersichten zeigen, dass etwa 31,5 % der Schweizer Bevölkerung über 15 Jahre mindestens einmal Cannabis konsumiert haben. Therapeutische Anwendungen nehmen in der Bevölkerung gleichermassen zu, da die Akzeptanz für alternative Therapien wächst.

Die steigende gesellschaftliche Sichtbarkeit von Cannabis spiegelt sich auch in Pilotprojekten zur regulierten Abgabe für Erwachsene in einigen Schweizer Städten wider. Diese Projekte dienen der wissenschaftlichen Auswertung von Konsummustern, Auswirkungen auf Gesundheit und Gesellschaft sowie möglichen Regulierungsmodellen. Für den Bereich der medizinischen Anwendung ist besonders relevant, dass Patient:innen zunehmend offen über Cannabiserfahrungen sprechen und den Wunsch nach ärztlich begleiteten, legalen Therapien äussern. Gleichzeitig bleibt es wichtig, die Unterschiede zwischen medizinischem Einsatz unter Kontrolle und unstrukturiertem Freizeitkonsum klar zu kommunizieren.

Perspektiven der Regelung und mögliche Änderungen

Zukunftsperspektiven deuten auf eine fortgesetzte Evaluierung und möglicherweise erweiterte Legalisierung hin, vor allem im Bereich kontrollierter medizinischer Anwendungen. Der gesellschaftliche Diskurs in der Schweiz zeigt zunehmendes Interesse an einer liberaleren Handhabung von Cannabis, unterstützt durch umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen und Legislative.

Während politische Prozesse in der Schweiz traditionell schrittweise verlaufen, ist im Bereich Cannabis eine klare Dynamik erkennbar. Fachgesellschaften, Patient:innenorganisationen und Behörden diskutieren, wie sich einerseits der Zugang zu medizinisch benötigten Therapien erleichtern lässt und andererseits Jugendschutz, Verkehrssicherheit und Missbrauchsprävention gewährleistet bleiben. Für Patient:innen mit chronischen Erkrankungen kann eine verlässliche, planbare Regelung entscheidend sein, um Therapieentscheidungen langfristig abzusichern. Die laufenden Diskussionen werden deshalb von vielen Betroffenen aufmerksam verfolgt und beeinflussen auch die Erwartungen an die Rolle von Cannabis in der zukünftigen Gesundheitsversorgung.

Praktische Informationen zur Anwendung und dem Kauf von medizinischem Cannabis

Für Patient:innen, die medizinisches Cannabis in Erwägung ziehen, bietet Evidena Care in der Schweiz einen spezialisierten telemedizinischen Service an. Hierbei wird Unterstützung von Experten geboten, die die Anwendungsgebiete, Dosierung und Bezugsquellen für Cannabisprodukte fundiert erklären und stückweise an individuelle Bedürfnisse anpassen.

Der Weg zu medizinischem Cannabis beginnt in der Regel mit einer ausführlichen Anamnese: Welche Beschwerden bestehen, welche Diagnosen sind bekannt, welche Therapien wurden bereits versucht, und welche Medikamente werden aktuell eingenommen? Auf dieser Basis wird geprüft, ob eine Cannabis-Therapie im individuellen Fall sinnvoll und rechtlich zulässig ist. Kommt eine Behandlung in Frage, erfolgt eine gemeinsame Festlegung der Therapieziele und eine Aufklärung über mögliche Wirkungen und Nebenwirkungen. Erst danach wird eine geeignete Darreichungsform (z. B. Öl, Extrakt, standardisierte Blüte) ausgewählt und die initiale Dosierung festgelegt.

  • Individuelle Beratung durch Fachärzt:innen
  • Flexible Terminvereinbarungen über digitale Plattformen
  • Sicherer und datenschutzkonformer Rezeptversand

Diese Punkte sind im Versorgungskontext der Schweiz besonders bedeutsam: Eine individuelle Beratung durch erfahrene Fachärzt:innen stellt sicher, dass nicht nur die Indikation geprüft, sondern auch Begleiterkrankungen, laufende Therapien und Alltagsanforderungen berücksichtigt werden. Flexible Termine über digitale Plattformen erleichtern den Zugang, insbesondere für Patient:innen mit eingeschränkter Mobilität, grosser Distanz zu spezialisierten Zentren oder hoher beruflicher Belastung. Der datenschutzkonforme Versand von Rezepten schliesst die Versorgungskette, indem die Verordnung sicher an eine geeignete Apotheke gelangt, welche das Cannabisarzneimittel gemäss Schweizer Qualitätsstandards bereitstellt. So entsteht ein strukturierter, nachverfolgbarer Prozess von der Erstabklärung bis zur tatsächlichen Abgabe des Medikaments.

Telemedizin als moderner Weg zur Therapie

Die Digitalisierung des Gesundheitssystems eröffnet neue Möglichkeiten, insbesondere in der effizienten Versorgung und Betreuung von Patient:innen. Mittels Telemedizin lassen sich Termine zur Beratung und Diagnostik flexibel gestalten, was nicht nur Effizienz, sondern auch Komfort und Sicherheit für Patient:innen mit sich bringt – unabhängig von ihrem Aufenthaltsort.

  • Hohe Sicherheit dank digitaler Datenverarbeitung
  • Bequeme Therapie von zu Hause aus
  • Optimierte Kommunikation mit Fachärzt:innen

Telemedizinische Angebote ermöglichen es, medizinische Expertise ortsunabhängig zugänglich zu machen und gleichzeitig hohe Datenschutzanforderungen zu erfüllen. Moderne Systeme setzen auf verschlüsselte Verbindungen, strukturierte Dokumentation und nachvollziehbare Prozesse, sodass sowohl ärztliche Entscheidungen als auch Rezeptausstellungen rechtssicher erfolgen können. Für Patient:innen bedeutet dies weniger Reiseaufwand, kürzere Wartezeiten und die Möglichkeit, Verlaufsgespräche in einer vertrauten Umgebung zu führen. Die optimierte Kommunikation mit Fachärzt:innen erleichtert zudem das Monitoring von Wirkung und Nebenwirkungen einer Cannabis-Therapie, da Anpassungen der Dosierung oder Rückfragen zur Anwendung ohne langen Vorlauf möglich sind.

Zusammenfassung und Ausblick

Im Licht neuer medizinischer Erkenntnisse und moderner Technologiestandards eröffnet Cannabis zahlreiche Perspektiven sowohl in der Therapie als auch in rechtlicher Hinsicht. Die umfassende Umsetzung von evidenzbasierten und datenschutzkonformen Ansätzen, wie sie Evidena Care in der Schweiz bietet, gewährleistet eine sichere, individuell abgestimmte Nutzung von Cannabis als Heilmittel.

Durch den anhaltenden Dialog zwischen medizinischen Fachkräften, Patient:innen und politischen Institutionen kann die Integration von Cannabis in die alltägliche Gesundheitsversorgung verbessert werden, stets unter der Prämisse von Sicherheit und wissenschaftlicher Fundierung.

Für die Zukunft ist zu erwarten, dass sich die Evidenzlage weiter verdichtet und medizinische Leitlinien den Einsatz von Cannabis differenzierter abbilden werden. Parallel dazu werden technische Lösungen in der Telemedizin, in der elektronischen Dokumentation und im Austausch zwischen Arztpraxen und Apotheken an Bedeutung gewinnen. Patient:innen in der Schweiz profitieren dann von klareren Empfehlungen, transparenteren Prozessen und einer besseren Abstimmung zwischen Versorgungsebenen. Cannabis wird damit zunehmend als ein möglicher Baustein in komplexen Behandlungskonzepten verstanden – nicht als Allheilmittel, aber als Option, die unter geeigneten Rahmenbedingungen einen relevanten Beitrag zur Linderung von Beschwerden leisten kann.

Häufig gestellte Fragen

Wer kann in der Schweiz für eine medizinische Cannabis-Therapie in Frage kommen?

In der Schweiz kommt eine medizinische Cannabis-Therapie vor allem für erwachsene Patient:innen mit chronischen oder schweren Beschwerden in Betracht, bei denen etablierte Standardtherapien nicht ausreichend wirksam sind oder schlecht vertragen werden. Dazu gehören zum Beispiel bestimmte chronische Schmerzsyndrome, Spastik bei Multipler Sklerose oder anhaltende Beschwerden im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen. Ob Cannabis im individuellen Fall sinnvoll ist, beurteilt immer eine Ärztin oder ein Arzt nach ausführlicher Anamnese, Prüfung der bisherigen Therapien und Abklärung von Gegenanzeigen. Eine pauschale Anspruchsregelung gibt es nicht; vielmehr ist eine Einzelfallbeurteilung im Rahmen der geltenden gesetzlichen Vorgaben notwendig.

Wie läuft der Zugang zu medizinischem Cannabis konkret ab?

Der Zugang beginnt in der Regel mit einem ärztlichen Gespräch, das in einer Praxis oder telemedizinisch stattfinden kann. Dabei werden Beschwerden, bisherige Behandlungen, Vorerkrankungen und aktuelle Medikamente erfasst. Wenn eine Cannabis-Therapie medizinisch sinnvoll und rechtlich zulässig erscheint, werden gemeinsam Therapieziele definiert und die Patient:innen über Wirkungen, mögliche Nebenwirkungen und Rahmenbedingungen aufgeklärt. Anschliessend kann eine ärztliche Verschreibung für ein geeignetes Cannabisarzneimittel erfolgen, das über befugte Apotheken in der Schweiz bezogen wird. Verlaufskontrollen dienen dazu, Wirkung und Verträglichkeit zu überwachen und die Dosis bei Bedarf anzupassen oder die Therapie zu beenden.

Worin unterscheidet sich medizinisches Cannabis vom Freizeitkonsum?

Beim medizinischen Einsatz von Cannabis stehen eine konkrete Indikation, definierte Therapieziele und eine strukturierte ärztliche Begleitung im Vordergrund. Es werden standardisierte Produkte mit geprüftem Wirkstoffgehalt verwendet, und Dosierung sowie Einnahmeform werden individuell festgelegt. Der Freizeitkonsum erfolgt demgegenüber meist ohne medizinische Zielsetzung, ohne ärztliche Kontrolle und oft mit Produkten unbekannter Zusammensetzung. Dadurch ist das Risiko für unerwünschte Effekte oder Wechselwirkungen schwerer einzuschätzen. Medizinisches Cannabis unterscheidet sich also nicht nur durch den rechtlichen Rahmen, sondern vor allem durch den kontrollierten, dokumentierten und zielorientierten Einsatz.

Welche Rolle spielt Telemedizin bei der Behandlung mit Cannabis?

Telemedizin kann den Zugang zu ärztlicher Expertise erleichtern, insbesondere für Patient:innen mit eingeschränkter Mobilität, grosser Distanz zu spezialisierten Zentren oder hoher beruflicher Belastung. Per Video- oder Telefonkonsultation lassen sich Anamnese, Aufklärung, Verlaufsgespräche und ein grosser Teil der Therapieplanung strukturiert durchführen. Rezepte können anschliessend digital an befugte Apotheken übermittelt werden. Wichtig ist, dass telemedizinische Angebote denselben Qualitäts- und Dokumentationsstandards genügen wie eine Präsenzkonsultation und dass bei Bedarf körperliche Untersuchungen oder zusätzliche Abklärungen vor Ort ergänzt werden. So lassen sich Flexibilität und Versorgungsqualität sinnvoll kombinieren.

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