Cannabis bei chronischen Schmerzen
Chronische Schmerzen beeinträchtigen den Alltag massiv. Medizinisches Cannabis bietet eine evidenzbasierte Alternative, wenn herkömmliche Schmerzmittel nicht ausreichend wirken.
Was sind Chronische Schmerzen?
Chronische Schmerzen sind Schmerzen, die länger als drei Monate anhalten und oft trotz Behandlung bestehen bleiben. Sie können den gesamten Körper betreffen — von Rückenschmerzen über Gelenkschmerzen bis hin zu Fibromyalgie und Arthrose.
In der Schweiz leiden schätzungsweise 16% der Bevölkerung an chronischen Schmerzen. Viele Betroffene haben bereits zahlreiche konventionelle Therapien durchlaufen, ohne ausreichende Linderung zu erfahren. Medizinisches Cannabis bietet hier einen vielversprechenden Therapieansatz.
Wie kann Cannabis bei Chronische Schmerzen helfen?
Die Cannabinoide THC und CBD wirken über das körpereigene Endocannabinoid-System auf Schmerzrezeptoren. THC hat eine direkt schmerzlindernde Wirkung, während CBD entzündungshemmend wirkt und die Schmerzverarbeitung moduliert.
Besonders bei neuropathischen Schmerzkomponenten, Entzündungsschmerzen und muskulären Verspannungen zeigt Cannabis gute Wirksamkeit. Viele Patienten berichten zudem über verbesserten Schlaf und eine insgesamt höhere Lebensqualität.
Schmerzlinderung
THC und CBD wirken über das Endocannabinoid-System auf Schmerzrezeptoren und können die Schmerzintensität reduzieren.
Entzündungshemmung
CBD hat starke entzündungshemmende Eigenschaften, die bei vielen chronischen Schmerzerkrankungen helfen.
Besserer Schlaf
Chronische Schmerzen stören häufig den Schlaf. Cannabis kann die Schlafqualität verbessern und Durchschlafstörungen lindern.
Weniger Opioide
Studien zeigen, dass Cannabis den Bedarf an herkömmlichen Schmerzmitteln wie Opioiden reduzieren kann.
Muskelentspannung
THC wirkt muskelrelaxierend und kann bei Verspannungen und myofaszialen Schmerzen helfen.
Lebensqualität
Patienten berichten über eine deutliche Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität und Alltagsfähigkeit.
Studien & Evidenz
Chronische Schmerzen sind die am besten untersuchte Indikation für medizinisches Cannabis. Eine umfassende Übersichtsarbeit der National Academies of Sciences (2017) bestätigt substanzielle Evidenz für die Wirksamkeit von Cannabis bei chronischen Schmerzen.[1]
Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse im JAMA (2015), die 79 Studien mit über 6'400 Teilnehmenden einschloss, fand Evidenz mittlerer Qualität für die Wirksamkeit von Cannabinoiden bei chronischen Schmerzen und Spastik.[2] Besonders bei Patienten, die auf konventionelle Therapien nicht ausreichend ansprechen, wird Cannabis als sinnvolle Ergänzung betrachtet.
Quellenverzeichnis
- [1] National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. (2017). The health effects of cannabis and cannabinoids: The current state of evidence and recommendations for research. The National Academies Press. doi:10.17226/24625
- [2] Whiting, P. F., Wolff, R. F., Deshpande, S., Di Nisio, M., Duffy, S., Hernandez, A. V., Keurentjes, J. C., Lang, S., Misso, K., Ryder, S., Schmidlkofer, S., Westwood, M., & Kleijnen, J. (2015). Cannabinoids for medical use: A systematic review and meta-analysis. JAMA, 313(24), 2456–2473. doi:10.1001/jama.2015.6358
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