Cannabis bei Migräne
Migräne ist mehr als nur Kopfschmerzen. Medizinisches Cannabis kann die Häufigkeit und Intensität von Migräneanfällen reduzieren — eine Alternative, wenn herkömmliche Medikamente nicht helfen.
Was ist Migräne?
Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, meist einseitige, pulsierende Kopfschmerzen gekennzeichnet ist. Begleitend treten häufig Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit auf. Manche Betroffene erleben eine Aura mit Sehstörungen.
Rund 1 Million Menschen in der Schweiz leiden an Migräne. Die Erkrankung betrifft Frauen dreimal häufiger als Männer. Chronische Migräne (mehr als 15 Kopfschmerztage pro Monat) schränkt das berufliche und soziale Leben stark ein.
Wie kann Cannabis bei Migräne helfen?
Cannabis wirkt auf das Endocannabinoid-System, das eine wichtige Rolle bei der Schmerzverarbeitung und Entzündungsregulation spielt. Forschungen deuten darauf hin, dass Migränepatienten Veränderungen im Endocannabinoid-System aufweisen können.[2]
THC kann die akute Schmerzintensität reduzieren, während CBD entzündungshemmend und vorbeugend wirkt. Viele Patienten berichten über eine Reduktion der Anfallshäufigkeit und eine geringere Notwendigkeit von Triptanen und anderen Akutmedikamenten.
Weniger Anfälle
Cannabis kann die Häufigkeit von Migräneanfällen signifikant reduzieren und die anfallsfreien Intervalle verlängern.
Schmerzlinderung
THC wirkt direkt schmerzlindernd und kann die Intensität von Migränekopfschmerzen verringern.
Übelkeit lindern
THC hat eine starke antiemetische Wirkung und kann die typische Migräne-Übelkeit lindern.
Weniger Medikamente
Patienten können ihren Verbrauch von Triptanen und Schmerzmitteln oft deutlich reduzieren.
Entspannung
Cannabis kann Stress und Anspannung reduzieren — häufige Triggerfaktoren für Migräneanfälle.
Besserer Schlaf
Guter Schlaf ist wichtig für die Migräneprophylaxe. Cannabis kann die Schlafqualität verbessern.
Studien & Evidenz
Eine Studie im Journal of Pain (Cuttler et al., 2020) zeigte, dass inhaliertes Cannabis die Kopfschmerzintensität um durchschnittlich 47,3% reduzierte. Männer profitierten stärker als Frauen, und Konzentrate zeigten eine grössere Wirkung als Blüten.[1]
Genetische Studien deuten auf eine Rolle des Endocannabinoid-Systems bei Migräne hin.[2] Laufende klinische Studien untersuchen die optimale Dosierung und Kombination von THC und CBD für die Migräneprophylaxe.
Quellenverzeichnis
- [1] Cuttler, C., Spradlin, A., Cleveland, M. J., & Craft, R. M. (2020). Short- and long-term effects of cannabis on headache and migraine. The Journal of Pain, 21(5–6), 722–730. doi:10.1016/j.jpain.2019.11.001
- [2] Smith, D. R., Stanley, C. M., Foss, T., Boles, R. G., & McKernan, K. (2017). Rare genetic variants in the endocannabinoid system genes CNR1 and DAGLA are associated with neurological phenotypes in humans. PLoS ONE, 12(11), e0187926. doi:10.1371/journal.pone.0187926
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