Cannabis in der Schweiz: Risiken und medizinische Nutzung
<h2>Zusammenfassung: Cannabis zwischen Risiko und Therapie</h2><p>Cannabis ist in der Schweiz weiterhin ein überwiegend verbotenes Betäubungsmittel, dessen Konsum insbesondere bei Jugendlichen und bei regelmässigem, hochdosiertem Gebrauch mit relevanten gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Wissenschaftliche Daten belegen Zusammenhänge mit psychischen Störungen, kognitiven Einschränkungen, Abhängigkeit und somatischen Folgeproblemen – vor allem, wenn früh und häufig konsumiert wird. Gleichzeitig eröffnen standardisierte Cannabisarzneimittel und Cannabinoide neue therapeutische Optionen, etwa bei chronischen Schmerzen oder bestimmten neurologischen Erkrankungen. Diese Einsatzgebiete sind jedoch je nach Indikation unterschiedlich gut erforscht und erfordern eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte.</p><p>Rechtlich bleibt die Trennlinie klar: Cannabisprodukte mit mehr als 1 % THC fallen unter das Betäubungsmittelgesetz und sind ausserhalb medizinischer Anwendungen grundsätzlich verboten, während THC-arme und CBD-haltige Produkte je nach Kategorie anderen Gesetzen unterstehen. Für Patientinnen und Patienten ist deshalb eine transparente Information über Wirkstoffe, Darreichungsformen, Dosierung und rechtliche Vorgaben zentral. Digitale Versorgungsmodelle wie Evidena können helfen, eine strukturierte, rechtssichere und engmaschig überwachte Cannabis-Therapie anzubieten, ohne die Risiken des unkontrollierten Konsums zu verharmlosen.</p>
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