Cannabis richtig lagern: Medizinischer Leitfaden für die Schweiz
Die richtige Lagerung von Cannabis ist ein zentraler Baustein einer sicheren und wirksamen Therapie – insbesondere bei medizinischem Cannabis. Entscheidend sind vier Faktoren: eine konstante, eher kühle Temperatur im Bereich von etwa 15–21 Grad Celsius, Schutz vor Licht (vor allem UV-Strahlung), eine kontrollierte relative Luftfeuchtigkeit von rund 55–65 Prozent sowie ein möglichst geringer Sauerstoffkontakt. Werden diese Parameter beachtet, lassen sich Wirkstoffgehalt, Terpenprofil und mikrobiologische Qualität von Cannabisblüten über mehrere Monate stabil halten. Für medizinische Anwendungen gilt zusätzlich: Hygienische Handhabung, saubere und geeignete Behälter (möglichst aus lichtgeschütztem Glas) sowie regelmässige Sicht- und Geruchskontrollen sind unverzichtbar, um Schimmel und andere Verunreinigungen frühzeitig zu erkennen. Tiefkühlung und Kühlschrank sind für Blüten in der Regel ungeeignet, da Kondenswasser und Temperaturschwankungen das Schimmelrisiko deutlich erhöhen. Bei Unsicherheit zur Haltbarkeit oder zu Veränderungen von Aussehen und Geruch sollten Patientinnen und Patienten die verordnende Ärztin, den Arzt oder die betreuende Apotheke konsultieren. So bleibt die Therapie rechtssicher, möglichst konstant dosierbar und medizinisch gut begleitet.
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