Cannabis-Bezugsschein für internationale Reisen
Reisen mit medizinischem Cannabis erfordern deutlich mehr Vorbereitung als die Mitnahme herkömmlicher Medikamente. Obwohl medizinisches Cannabis in Deutschland seit 2024 kein Betäubungsmittel mehr ist, bleibt es in der Mehrheit der Schengen-Staaten sowie weltweit weiterhin streng reguliert. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies: Ohne korrekte Bescheinigungen, Beglaubigungen und aktuelle Information zur Rechtslage im Ziel- und Transitland kann es zu Beschlagnahmungen, Einreiseproblemen oder gar strafrechtlichen Konsequenzen kommen. Innerhalb des Schengen-Raums ist die Schengen-Bescheinigung nach Artikel 75 des Schengener Durchführungsübereinkommens das zentrale Dokument, begrenzt auf maximal 30 Tage und eine ärztliche Behandlung. Für Reisen in Drittstaaten braucht es in der Regel eine internationale, mehrsprachige Reisebescheinigung und zusätzlich die Einhaltung nationaler Bestimmungen des Ziellandes. Digitale Gesundheitsplattformen wie Evidena Care unterstützen dabei, medizinische Dokumente strukturiert zu verwalten, Rezepte sicher zu organisieren und die Behandlung auch während Reisen koordiniert fortzuführen. Entscheidend bleibt aber immer: frühzeitig planen, Botschaften und Behörden konsultieren und die Unterlagen lückenlos vorbereiten.
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