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Cannabis bei Angststörungen: Was die Forschung sagt

1 Min. Lesezeit
Cannabis bei Angststörungen: Was die Forschung sagt

Angststörungen sind komplexe psychische Erkrankungen, die das Alltagsleben von Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. In der Schweiz leiden schätzungsweise 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an einer klinisch relevanten Angststörung. Die Behandlung richtet sich nach der spezifischen Diagnose und dem Schweregrad – und umfasst ein breites Spektrum evidenzbasierter Methoden.

Angststörungen sind komplexe psychische Erkrankungen, die das Alltagsleben von Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. In der Schweiz leiden schätzungsweise 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an einer klinisch relevanten Angststörung.

Formen und Ursachen von Angststörungen

Zu den häufigsten Angststörungen zählen die generalisierte Angststörung, Panikstörungen, soziale Phobien sowie spezifische Phobien. Die Entstehung ist in der Regel multifaktoriell: Genetische Faktoren, neurobiologische Veränderungen, belastende Lebensereignisse und Umweltfaktoren spielen zusammen.

Evidenzbasierte Behandlungsmethoden

Als Erstlinientherapie gilt die kognitive Verhaltenstherapie (KVT), die in zahlreichen Studien eine hohe Wirksamkeit gezeigt hat. Ergänzend kommen bei schwererem Verlauf Medikamente wie selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) zum Einsatz. Die Wahl der Therapie sollte immer in Absprache mit einer Fachperson für psychische Gesundheit erfolgen.

Pflanzliche und ergänzende Ansätze

Neben klassischen Therapieverfahren werden verschiedene ergänzende Ansätze untersucht. Cannabidiol (CBD) ist dabei ein Wirkstoff, der in der Forschung zunehmend Aufmerksamkeit erhält. Mehrere Studien deuten darauf hin, dass CBD anxiolytische Eigenschaften besitzen könnte, insbesondere bei sozialer Angst und PTSD. Die Evidenzlage ist jedoch noch begrenzt – grosse randomisierte Studien fehlen bislang weitgehend.

Wichtige Hinweise zur Selbstbehandlung

Angststörungen sollten immer ärztlich oder psychotherapeutisch abgeklärt werden. Ergänzende Massnahmen – einschliesslich pflanzlicher Präparate – ersetzen keine professionelle Behandlung. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen ist eine fachärztliche Beurteilung unerlässlich.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen: Cannabis und Angststörungen

Hilft CBD wirklich bei Angst?

Klinische Studien zeigen messbare anxiolytische Effekte in höheren CBD-Dosen (≥300 mg). Für leichtere Angstzustände gibt es Hinweise, aber weniger robuste Evidenz als für schwere Angststörungen.

Kann Cannabis Angst auch verschlimmern?

Ja. Hochdosiertes THC ist eine häufige Ursache für akute Angst und Panikattacken. Der Effekt ist dosisabhängig und personenabhängig.

Was ist besser für Angst: CBD oder THC?

Die Datenlage spricht für CBD bei Angststörungen. Reines CBD oder Produkte mit hohem CBD/THC-Verhältnis sind für diesen Zweck besser geeignet als THC-reiche Sorten.

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