Medizinisches Cannabis bei Schmerzen in der Schweiz – ärztlich begleitet zur individuellen Schmerztherapie
Medizinisches Cannabis bei Schmerzen in der Schweiz kann eine wirksame Ergänzung zur Behandlung chronischer Schmerzen sein. Erfahren Sie mehr dazu.
Dieser Leitfaden erklärt Ihnen, bei welchen Schmerzformen medizinisches Cannabis eingesetzt werden kann, was die aktuelle Studienlage zeigt, wie der Zugang über die Evidena 5-Stufen-Cannabistherapie funktioniert und was Sie zu Kosten, Dosierung und rechtlichem Rahmen wissen müssen.
Medizinisches Cannabis ist seit dem 1. August 2022 ohne BAG-Ausnahmebewilligung verschreibbar. Ärztinnen und Ärzte können bei chronischen Schmerzpatientinnen und -patienten THC- und CBD-haltige Arzneimittel verordnen, wenn etablierte Therapien nicht ausreichend wirken. Die Evidenz aus systematischen Übersichtsarbeiten (29 RCTs, über 2 300 Betroffene, AHRQ Living Review 2025) zeigt: THC-haltige Cannabisarzneimittel können die Schmerzintensität bei chronischen Schmerzen signifikant reduzieren.
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Was ist medizinisches Cannabis bei Schmerzen?

Medizinisches Cannabis bei Schmerzen in der Schweiz bezeichnet die ärztliche Verschreibung von THC- und CBD-haltigen Cannabisarzneimitteln zur Behandlung chronischer Schmerzzustände, die auf konventionelle Therapien nicht ausreichend ansprechen. Die Abgabe von Medical Cannabis erfolgt ausschliesslich über Apotheken und unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BetmG). Es handelt sich um kontrollierte Medikamente auf Basis der Cannabispflanze mit definierten Wirkstoffgehalten.
Anders als häufig angenommen, ist die medizinische Anwendung von Cannabis keine Erstlinientherapie gegen Schmerzen. Cannabisarzneimittel kommen dann zum Einsatz, wenn Standardanalgetika wie NSAR, Opioide oder Antikonvulsiva nicht ausreichend wirken, nicht vertragen werden oder zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. Die Anwendung von Cannabis zur Behandlung von Schmerzen erfolgt immer ergänzend und unter ärztlicher Aufsicht.
Abgrenzung: Medizinisches Cannabis vs. Hanfprodukte
In der Schweiz sind CBD-haltige Cannabisprodukte mit weniger als 1 % THC frei verkäuflich. Diese Hanfprodukte unterliegen keiner pharmazeutischen Qualitätskontrolle, haben keine standardisierte Dosierung und sind keine Arzneimittel. Medizinisches Cannabis hingegen wird ärztlich verschrieben, enthält definierte Mengen an THC und CBD und wird über Apotheken unter Einhaltung des Betäubungsmittelgesetzes abgegeben. Nur bei einer Cannabis-Therapie unter ärztlicher Aufsicht sind die in Studien dokumentierten Effekte auf chronische Schmerzen zu erwarten.
Für welche Schmerzformen kommt medizinisches Cannabis infrage?

Die wissenschaftliche Evidenz zu medizinischem Cannabis bei Schmerzen ist für verschiedene Schmerztypen unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Beurteilung, ob die Behandlung mit medizinischem Cannabis bei Ihren Beschwerden geeignet ist, erfolgt immer individuell durch die behandelnde Ärztin oder den Arzt.
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Indikation |
Eignung |
Evidenz |
Erklärung |
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Neuropathische Schmerzen (Polyneuropathie, Radikulopathie, MS-Schmerz) |
Gut geeignet |
Moderat (RCTs) |
Stärkste Evidenz; THC moduliert zentrale Schmerzverarbeitung |
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Tumorbedingte Schmerzen / palliative Schmerzen |
Gut geeignet |
Moderat |
Ergänzung zur bestehenden Schmerzmedikation |
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Spastik-assoziierte Schmerzen (z. B. bei MS) |
Gut geeignet |
Stark (RCTs, Sativex®) |
THC:CBD-Spray (Nabiximols) zugelassen; Spastik und Schmerz bessern sich parallel |
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Muskuloskelettale Schmerzen (chronisch, unspezifisch z. B. bei Arthrose) |
Individuell prüfen |
Begrenzt bis moderat |
Phase-3-Studie (VER-01, 2025) zeigt Wirksamkeit bei Rückenschmerzen |
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Viszerale Schmerzen (chronisch-entzündliche Erkrankungen) |
Individuell prüfen |
Begrenzt |
CBD moduliert Entzündungsprozesse |
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Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) |
Individuell prüfen |
Begrenzt |
Einzelfallentscheide, wenig RCT-Daten |
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Akute Schmerzen |
Nicht primär geeignet |
Minimal |
Konventionelle Therapie ist Erstlinie |
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Wie wirkt medizinisches Cannabis bei Schmerzen?

Die Wirkung von medizinischem Cannabis bei Schmerzen basiert auf der Interaktion mit dem Endocannabinoidsystem (ECS) des menschlichen Körpers. Dieses Regulationssystem wurde Anfang der 1990er-Jahre entdeckt und steuert über die Rezeptoren CB1 (vorwiegend im Nervensystem) und CB2 (auf Immunzellen, im Gewebe) zentrale Prozesse wie Schmerzverarbeitung, Entzündung und Immunantwort.
THC (Tetrahydrocannabinol): THC bindet an CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem und beeinflusst die Schmerzverarbeitung. Es wirkt analgetisch und muskelrelaxierend. Die Wirksamkeit ist bei neuropathischen Schmerzen und Spastik am besten dokumentiert.
CBD (Cannabidiol): CBD wirkt über indirekte Mechanismen entzündungshemmend und kann die Schmerzwahrnehmung modulieren, ohne berauschend zu wirken. Bei chronischen Schmerzen mit Entzündungskomponente kann CBD unterstützend wirken.
Kombination THC und CBD: In der klinischen Praxis zeigen Kombinationen aus THC und CBD häufig eine bessere Verträglichkeit als reine THC-Präparate. CBD kann die psychoaktiven Effekte von THC abschwächen, während die analgetische Wirkung erhalten bleibt. Die individuelle Dosierung beider Cannabinoide wird ärztlich erarbeitet.
Aktuelle Studienlage: Was die Forschung zu Cannabis bei chronischen Schmerzen zeigt
Die Evidenz zu medizinischem Cannabis bei Schmerzen hat sich in den letzten Jahren durch mehrere systematische Übersichtsarbeiten und neue klinische Studien deutlich verbessert. Es wird angenommen, dass Cannabis bei unterschiedlichen Schmerzzuständen therapeutischen Nutzen haben kann.
AHRQ Living Systematic Review (2025)
Die umfassendste systematische Übersichtsarbeit stammt von der US-amerikanischen AHRQ (Agency for Healthcare Research and Quality). Dieser «Living Review» wurde bis 2025 aktualisiert und umfasst insgesamt 29 RCTs und 15 Beobachtungsstudien. Die wichtigsten Ergebnisse für Schmerzpatientinnen und -patienten:
- THC:CBD-Extrakte (vergleichbares Verhältnis) lindern die Schmerzintensität leicht, aber signifikant (−0,54 Punkte auf einer 10-Punkte-Skala, 7 RCTs, n=878).
- Orale THC-Präparate (synthetisch/gereinigt) zeigen eine potenziell vergleichbare Schmerzreduktion (−0,78 Punkte, 8 RCTs, n=507).
- CBD allein zeigt bei chronischen Schmerzen keine signifikante Schmerzreduktion gegenüber Placebo (4 RCTs, n=334).
Annals of Internal Medicine: Aktualisierte Evidenzsynthese (2025)
Eine aktualisierte Evidenzsynthese (Annals of Internal Medicine, 2025) wertete 25 RCTs mit 2 303 Patientinnen und Patienten aus. Diese litten vorwiegend unter neuropathischen Schmerzen.
Die Ergebnisse bestätigen: Sowohl der Konsum oraler THC-Präparate als auch oromukosale THC:CBD-Sprays reduzieren die Schmerzintensität signifikant gegenüber Placebo und erhöhen damit die Lebensqualität der Betroffenen.
Phase-3-Studie: Cannabis bei chronischen Rückenschmerzen (2025)
Eine Phase-3-Studie (Karst et al., Nature Medicine, 2025) liefert erstmals die robuste Evidenz für Cannabis bei chronischen Rückenschmerzen. 820 Erwachsene erhielten einen Vollspektrum-Cannabisextrakt (VER-01) oder Placebo. Der Cannabisextrakt reduzierte die Schmerzintensität signifikant, mit begleitenden Verbesserungen der körperlichen Funktion und Schlafqualität. Es wurden keine Hinweise auf Abhängigkeit beobachtet.
Weitere Informationen zu den Studien
Die Evidenz basiert vorwiegend auf Kurzzeit-Studien (1–6 Monate) bei neuropathischen Schmerzen. Langzeitdaten und Studien zu anderen Schmerzformen sind begrenzt. Die Behandlung bleibt daher eine individuelle ärztliche Entscheidung.
Nebenwirkungen: Der Konsum von Cannabis-Arzneimitteln kann dosisabhängig und vorübergehend Schwindel, Sedierung, Übelkeit verursachen. Durch eine Dosisanpassung können die Nebenwirkungen häufig reduziert werden.
Darreichungsformen bei Schmerzen im Vergleich
Die Wahl der Darreichungsform hängt vom Schmerztyp, Tagesrhythmus und der individuellen Verträglichkeit ab. Medizinisches Cannabis bietet die Möglichkeit verschiedener Darreichungsformen:
|
Darreichungsform |
Wirkungseintritt |
Wirkdauer |
Geeignet für |
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Ölige Tropfen (THC/CBD) |
30–90 Minuten |
4–8 Stunden |
Gleichmässige Dauertherapie, Basis bei chronischen Schmerzen |
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Kapseln |
60–120 Minuten |
6–8 Stunden |
Einfache Dosierung im Alltag, gute Nächtigung |
|
Cannabisblüten (Vaporisator) |
1–5 Minuten |
2–4 Stunden |
Akute Schmerzdurchbrüche, schnelle Bedarfsmedikation |
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Standardisierte Extrakte / Magistralrezepturen |
30–90 Minuten |
4–8 Stunden |
Individuell angepasste Therapie, massgeschneidertes THC:CBD-Verhältnis |
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Sativex® (Nabiximols-Spray) |
15–45 Minuten |
2–4 Stunden |
Zugelassen bei MS-Spastik; Anwendung bei spastik-assoziierten Schmerzen |
Dosierung: Start low, go slow
Bei der Dosierung von medizinischem Cannabis wird das Prinzip «start low, go slow» empfohlen. Begonnen wird mit einer niedrigen Dosis und mit anschliessender schrittweiser Steigerung über Tage bis Wochen bis zur optimalen Wirkung. Die Anwendung von Cannabis bei chronischen Schmerzen erfolgt als eine Kombination aus regelmässiger oraler Einnahme (Tropfen, Kapseln) und bedarfsweiser Inhalation per Vaporisator bei akuten Schmerzdurchbrüchen.
Mythen und Fakten: Was viele über medizinisches Cannabis bei Schmerzen falsch verstehen
„Cannabis ersetzt alle anderen Schmerzmittel sofort."
Cannabisarzneimittel ergänzen bestehende herkömmliche Therapien und ersetzen sie nur in seltenen Fällen vollständig. In vielen Fällen lässt sich jedoch die Dosierung anderer Medikamente wie Opioiden unter ärztlicher Aufsicht reduzieren.
„Ein Cannabis-Rezept ist automatisch eine Dauerlösung."
Wirkung und Verträglichkeit von Cannabis bei chronischen Schmerzen müssen regelmässig ärztlich überprüft werden. Die Therapie wird nur fortgesetzt, wenn sich mithilfe ärztlicher Überwachung ein dokumentierter Nutzen zeigt.
„CBD allein reicht bei starken Schmerzen aus."
Die aktuelle Studienlage zeigt deutlich, dass CBD allein bei chronischen Schmerzen keine signifikante Wirksamkeit gegenüber Placebo aufweist. Bei vielen chronischen Schmerzsyndromen ist THC der primär evidenzbasierte schmerzlindernde Wirkstoff.
„Cannabis verursacht immer ein High."
Die Beratung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zielt darauf ab, eine Dosierung zu finden, bei der die schmerzlindernde Wirkung eintritt, ohne dass eine psychoaktive Beeinträchtigung im Alltag entsteht. CBD-betonte Präparate verursachen grundsätzlich kein High.
„Telemedizin bedeutet Rezept ohne Prüfung."
Bei Evidena Care durchlaufen Sie eine strukturierte Cannabis-Indikationsprüfung per Telemedizin mit denselben medizinischen Anforderungen wie beim Arztbesuch vor Ort.
Gesetzliche Grundlage: BetmG und Swissmedic
Cannabis wird nach wie vor als Betäubungsmittel eingestuft. Die gesetzliche Grundlage für die Verschreibung von medizinischem Cannabis in der Schweiz bildet das Betäubungsmittelgesetz (BetmG).
Seit Gesetzesänderung ab dem 1. August 2022 ist für ein ärztliches Rezept keine Ausnahmebewilligung des BAG mehr erforderlich. THC-haltige Präparate werden auf einem Betäubungsmittelrezept verordnet und ausschliesslich über Apotheken abgegeben.
Swissmedic überwacht die Qualität und Sicherheit aller Cannabisarzneimittel.
Für die meisten Schmerzindikationen gibt es kein spezifisch zugelassenes Cannabisarzneimittel (Ausnahme: Sativex® bei MS-Spastik). Ärztinnen und Ärzte verschreiben magistral hergestellte Präparate (Tropfen, Kapseln, Blüten), die von Apotheken individuell angefertigt werden. Dies ist klar abzugrenzen von den laufenden Freizeit-Pilotprojekten einzelner Schweizer Städte, bei denen die Herstellung nicht-medizinische Cannabisprodukte erfolgt.
Der Evidena-Weg: Strukturierte Cannabis-Indikationsprüfung bei Schmerzen
Bei Evidena Care erhalten Sie Zugang zur Cannabistherapie über die Evidena 5-Stufen-Cannabistherapie – ein ärztlich geführter Prozess, der medizinische Sorgfalt mit digitalem Komfort verbindet:
1. Kostenfreie Registrierung und Fragebogen: Sie melden sich auf evidena.care an und füllen einen medizinischen Fragebogen zu Ihren Schmerzbeschwerden, Vorerkrankungen und bisherigen Therapien aus – unverbindlich und ohne Kosten.
2. Ärztliche Indikationsprüfung: Unsere auf Cannabistherapie spezialisierten Ärztinnen und Ärzte prüfen Ihre Angaben und medizinischen Unterlagen im Rahmen einer Cannabis-Indikationsprüfung.
3. Erstgespräch per Videosprechstunde: Im persönlichen Videogespräch mit dem ärztlichen Fachpersonal besprechen Sie Ihre Schmerzsituation, einen möglichen Therapieansatz und offene Fragen ganz bequem von zu Hause.
4. Therapieentscheid und Rezeptausstellung: Bei positiver Beurteilung erhalten Sie ein individuelles Therapiekonzept, Ihr medizinisches Cannabis-Rezept und exklusiven Zugang zum Evidena Vergleichsportal. Der Bezug erfolgt über unsere Partner-Apotheken.
5. Laufende Verlaufskontrollen: Regelmässige Kontrollgespräche per Video sichern, dass Dosierung und Präparatwahl optimal auf Ihre Schmerzsituation abgestimmt bleiben.
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Was Patientinnen und Patienten im Erstgespräch häufig fragen
„Hilft Cannabis bei allen Schmerzarten?"
Studien und Erfahrungsberichte zeigen, dass die Evidenz für neuropathische und tumorbedingte Schmerzen am stärksten ausfällt. Bei anderen Schmerzformen stützt sich die Behandlung stärker auf klinische Erfahrung. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt beurteilt Ihre gesundheitliche Situation individuell.
„Kann ich Cannabis und Opioide kombinieren?"
In vielen Fällen wird medizinisches Cannabis als Ergänzung zu bestehenden Medikamenten eingesetzt. Wechselwirkungen, insbesondere mit Opioiden oder Benzodiazepinen, werden im ärztlichen Gespräch sorgfältig geprüft.
„Darf ich mit Cannabis-Medikamenten Auto fahren?"
In der Schweiz gilt im Strassenverkehr ein analytischer Grenzwert von 1,5 µg THC pro Liter Blut. Bei ärztlich verschriebenem THC greift die Nulltoleranz nicht. Die Fahrtauglichkeit wird individuell beurteilt.
„Macht Cannabis abhängig?"
Das Abhängigkeitspotenzial ist bei kontrollierter medizinischer Anwendung von Cannabis geringer als bei Opioiden. Dennoch besteht ein Risiko bei THC-haltigen Präparaten. Regelmässige Verlaufskontrollen dienen der Früherkennung.
Kosten und Krankenkasse bei Cannabis gegen Schmerzen
Die Kostenfrage ist für Schmerzpatientinnen und -patienten besonders relevant, da die Therapie häufig langfristig angelegt ist. Die Übernahme durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) ist nicht automatisch geregelt.
Typische Kostenpunkte umfassen ärztliche Konsultationen, die verordneten Cannabisarzneimittel sowie regelmässige Verlaufskontrollen. Bei chronischen Schmerzdiagnosen mit dokumentierter Therapieresistenz bestehen in der Praxis die besten Chancen auf eine Kostengutsprache, sodass die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Evidena Care unterstützt Sie bei der Dokumentation gegenüber Ihrer Krankenkasse.
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Häufig gestellte Fragen
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hilft medizinisches Cannabis bei allen Schmerzarten?
Die wissenschaftliche Evidenz ist für neuropathische und tumorbedingte Schmerzen am stärksten. Bei Spastik-assoziierten Schmerzen (z. B. bei MS) gibt es ebenfalls gute Daten. Bei muskuloskelettalen Schmerzen liefert eine Phase-3-Studie (2025) erste robuste Ergebnisse. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bei Evidena Care beurteilt individuell, ob Cannabis zur Linderung Ihrer spezifischen Schmerzform geeignet ist.
Wie schnell wirkt medizinisches Cannabis bei Schmerzen?
Das hängt von der Darreichungsform ab. Die Inhalation per Vaporisator wirkt innerhalb von Minuten, orale Präparate benötigen 30 bis 120 Minuten.
Kann ich Cannabis gegen Schmerzen und andere Schmerzmittel kombinieren?
In vielen Fällen wird medizinisches Cannabis als Ergänzung zu bestehenden Schmerzmedikamenten eingesetzt. Wechselwirkungen – insbesondere mit Opioiden, Benzodiazepinen oder Antikonvulsiva – werden im ärztlichen Gespräch sorgfältig geprüft.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Häufige Nebenwirkungen sind Schwindel, Müdigkeit, Sedierung und Übelkeit. Diese sind in der Regel dosisabhängig und vorübergehend. Eine Dosisanpassung führt häufig dazu, dass die Nebenwirkungen Sie nicht im Alltag beeinträchtigen.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Kostenübernahme ist nicht einheitlich geregelt. Bei chronischen Schmerzdiagnosen mit dokumentiertem Versagen anderer Therapien bestehen die besten Voraussetzungen für eine Kostengutsprache. Evidena Care unterstützt Sie mit der nötigen Dokumentation, um für Sie Zusatzkosten zu vermeiden.