Entourage Effekt erklärt – Synergien von Cannabinoiden und Terpenen
Entourage Effekt erklärt – Synergien von Cannabinoiden und Terpenen
Der Entourage-Effekt beschreibt das Phänomen, dass die Wirkstoffe der Cannabispflanze gemeinsam wirksamer sind als einzelne isolierte Verbindungen. Das Konzept wurde von Raphael Mechoulam eingeführt und von Ethan Russo wissenschaftlich ausgearbeitet.
Was ist der Entourage-Effekt?
Vollspektrum-Cannabisextrakte enthalten neben THC und CBD auch CBG, CBN, CBC, über 100 weitere Cannabinoide, Terpene und Flavonoide. Diese Verbindungen modulieren gegenseitig ihre Wirkung und Bioverfügbarkeit.
Wichtige Synergien
CBD kann die psychoaktiven und angstauslösenden Effekte von THC abmildern. Myrcen erhöht die Blut-Hirn-Schranken-Permeabilität und verstärkt damit die Wirkung von Cannabinoiden. Beta-Caryophyllen aktiviert CB2-Rezeptoren direkt. Linalool wirkt anxiolytisch und synergisiert mit CBD bei Angst.
Vollspektrum vs. Isolat
Isolierte Einzelsubstanzen wie reines CBD zeigen in Studien oft eine glockenförmige Dosis-Wirkungs-Kurve – bei zu hoher Dosis nimmt die Wirkung ab. Vollspektrum-Extrakte zeigen diese Limitation häufig nicht, was auf den Entourage-Effekt hindeutet.
Wissenschaftliche Einschränkungen
Der Entourage-Effekt ist wissenschaftlich plausibel und durch präklinische Studien gut unterstützt. Grosse klinische Humanstudien, die den Effekt direkt messen, stehen noch aus.
Dieser Artikel dient der neutralen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.