CBD Wirkung medizinisch – Mechanismen, Evidenz und Anwendung
CBD Wirkung medizinisch – Mechanismen, Evidenz und Anwendung
Cannabidiol (CBD) ist der bekannteste nicht-psychoaktive Wirkstoff der Cannabispflanze. Medizinisch unterscheidet es sich fundamental von THC.
Wie wirkt CBD?
CBD wirkt über multiple Rezeptorsysteme: Es moduliert Serotonin (5-HT1A), interagiert mit TRPV1-Schmerzrezeptoren, hemmt die Wiederaufnahme von Anandamid (körpereigenes Cannabinoid) und beeinflusst Entzündungswege über PPARγ-Rezeptoren. Im Gegensatz zu THC bindet CBD kaum direkt an CB1- oder CB2-Rezeptoren.
Evidenzbasierte Anwendungsgebiete
Das einzige in der Schweiz und EU vollständig zugelassene CBD-Medikament ist Epidyolex, eingesetzt bei seltenen schweren Epilepsiesyndromen (Dravet-Syndrom, Lennox-Gastaut-Syndrom). Für weitere Indikationen wie Angst, Entzündungen und Schmerz gibt es vielversprechende Evidenz, aber noch keine vollständige Zulassung.
CYP450-Interaktionen
CBD hemmt wichtige Leberenzyme (CYP3A4, CYP2D6) und kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten verursachen. Dies muss bei der Therapieplanung berücksichtigt werden.
Dieser Artikel dient der neutralen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.