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Evidenzbasierte Information

Cannabis antidepressiv – Was die Forschung zu Stimmung und Depression zeigt

Cannabis antidepressiv – Was die Forschung zu Stimmung und Depression zeigt

Die mögliche antidepressive Wirkung von Cannabis ist ein aktives Forschungsfeld. Gleichzeitig ist sie eines der komplexesten Themen in der Cannabismedizin.

Wirkmechanismen

CBD interagiert mit dem 5-HT1A-Serotoninrezeptor – demselben Rezeptor, den klassische Antidepressiva adressieren. Präklinische Studien zeigen, dass CBD in Tiermodellen antidepressive Effekte erzielt. THC kann kurzfristig Stimmungsverbesserungen bewirken, birgt aber das Risiko einer Verstärkung depressiver Symptome bei chronischem Gebrauch.

Studienlage

Die klinische Evidenz für Cannabis bei Depression ist begrenzt. Beobachtungsstudien zeigen Stimmungsverbesserungen, randomisierte kontrollierte Studien fehlen weitgehend. Zudem besteht bei regelmässigem Hochdosis-THC-Konsum ein erhöhtes Risiko für depressive Episoden.

Schweizer Kontext

Depression allein ist in der Schweiz keine anerkannte Indikation für Cannabisarzneimittel. Bei komorbiden Erkrankungen mit chronischen Schmerzen kann Cannabis jedoch Teil eines Gesamttherapiekonzepts sein.

Dieser Artikel dient der neutralen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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