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Evidenzbasierte Information

Cannabinoid Mangel – Klinischer Endocannabinoid-Mangel erklärt

Cannabinoid Mangel – Klinischer Endocannabinoid-Mangel erklärt

Die Hypothese des klinischen Endocannabinoid-Mangels (Clinical Endocannabinoid Deficiency, CECD) wurde vom Neuropsychologen Ethan Russo entwickelt und könnte erklären, warum Cannabis bei bestimmten schwer behandelbaren Erkrankungen wirkt.

Was ist CECD?

Analog zu anderen Mangelzuständen – etwa Serotonin-Mangel bei Depression oder Dopamin-Mangel bei Parkinson – postuliert CECD, dass ein unzureichendes körpereigenes Endocannabinoid-Tonusniveau zu Krankheiten führen kann, bei denen das ECS eine regulierende Rolle spielt.

Mögliche CECD-Erkrankungen

Russo identifizierte insbesondere drei Erkrankungen als mögliche CECD-Kandidaten: Migräne, Fibromyalgie und Reizdarmsyndrom. Alle drei teilen: unklare Ätiologie, Überschneidungen im Patientenkollektiv, schlechtes Ansprechen auf Standardtherapien und mögliche Besserung unter Cannabis.

Wissenschaftlicher Status

CECD ist eine Hypothese, noch keine bewiesene Diagnose. Messungen von Endocannabinoid-Spiegeln im Liquor bei Migräne zeigen tatsächlich reduzierte Anandamid-Werte, was die Theorie stützt. Es fehlen aber noch grosse klinische Studien.

Dieser Artikel dient der neutralen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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