Zum Hauptinhalt springen
evidena care

Cannabis-Therapie Blog

Aktuelle Artikel, Ratgeber und Wissenswertes rund um medizinisches Cannabis in der Schweiz.

25. Februar 2026

Sativex vs. Cannabisblüten: Medizinische Optionen bei MS in der Schweiz

Sativex und medizinische Cannabisblüten sind in der Schweiz zwei unterschiedliche, aber ergänzende Optionen in der symptomatischen Behandlung von MS, insbesondere bei Spastik, Schmerzen und Schlafstörungen. Sativex ist ein zugelassenes Fertigarzneimittel mit einem festen THC:CBD-Verhältnis von 1:1 und bietet eine standardisierte, gut kontrollierbare Dosierung. Cannabisblüten hingegen bestehen aus der natürlichen Pflanze, erlauben eine grössere Vielfalt an Sorten und Cannabinoidprofilen und können inhalativ oder in Form von Extrakten genutzt werden, erfordern aber eine sorgfältige ärztliche Begleitung bei Dosierung und Auswahl. Bei der Entscheidung zwischen beiden Optionen spielen nicht nur die Symptomkonstellation und Vorerkrankungen eine Rolle, sondern auch individuelle Präferenzen, bisherige Therapieerfahrungen, allfällige Begleitmedikationen und der rechtliche Rahmen. Für Patientinnen und Patienten mit MS ist wichtig zu wissen, dass keine der beiden Varianten ein Heilmittel darstellt, sondern jeweils Teil einer umfassenden, interdisziplinären Behandlung ist. Eine strukturierte, ärztlich überwachte Cannabis-Therapie – idealerweise in einem integrierten Versorgungssystem mit digitaler Unterstützung – kann helfen, Nutzen und Risiken realistisch abzuwägen und die Behandlung im Verlauf kontinuierlich anzupassen.

Weiterlesen
24. Februar 2026

Cannabis und Krebs: Mythos, Risiken und Chancen

Die Frage, ob Cannabis Krebs verursacht oder heilen kann, lässt sich nach heutigem Wissensstand weder mit einem einfachen Ja noch mit einem Nein beantworten. Entscheidend sind Art und Dauer des Konsums, die Form der Anwendung, die enthaltenen Wirkstoffe und die individuelle Situation der Patientin oder des Patienten. Verbrennter Cannabisrauch enthält krebserregende Stoffe ähnlich wie Tabakrauch und kann grundsätzlich das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöhen. Gleichzeitig zeigen Labor- und Tierstudien, dass einzelne Cannabinoide wie THC und CBD unter bestimmten Bedingungen das Wachstum von Tumorzellen hemmen oder deren Ansprechbarkeit auf Chemotherapien verbessern können. Für den Menschen liegen hierzu jedoch bisher nur begrenzte klinische Daten vor. Gut belegt ist, dass Cannabisarzneimittel Symptome wie Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schlafstörungen bei Krebspatientinnen und -patienten lindern können, vor allem im palliativen Kontext und als Ergänzung zur Standardtherapie. Seriöse medizinische Cannabis-Therapie bedeutet daher immer: keine Heilsversprechen, klare Indikationsprüfung, sorgfältige Dosierung und engmaschige ärztliche Begleitung. Für Menschen mit Krebs in der Schweiz kann ein strukturiertes, digital unterstütztes Versorgungsmodell – von der Beratung über die Verschreibung bis zur Apothekenanbindung – helfen, Nutzen und Risiken dieser Therapieform verantwortungsvoll abzuwägen.

Weiterlesen
24. Februar 2026

Cannabis bei Psoriasisarthritis: Evidenz, Chancen, Grenzen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass medizinisches Cannabis bei Psoriasisarthritis derzeit vor allem als ergänzende Option zur Linderung von Schmerzen, Schlafstörungen und belastender Begleitsymptome diskutiert wird. Die wissenschaftliche Evidenz speziell für Psoriasisarthritis ist begrenzt; die meisten Daten stammen aus Studien zu anderen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Fibromyalgie oder chronischen Schmerzen im Allgemeinen. Präklinische Arbeiten und einzelne kleinere klinische Untersuchungen deuten auf schmerzlindernde und entzündungshemmende Effekte von Cannabinoiden hin, insbesondere in Kombination von THC und CBD. Gleichzeitig ist klar, dass die Wirkung sehr individuell ausfallen kann und die Datenqualität für klare Therapieempfehlungen noch nicht ausreicht. Für Patientinnen und Patienten mit Psoriasisarthritis kann eine ärztlich begleitete Cannabis-Therapie in Einzelfällen sinnvoll sein, wenn etablierte Behandlungen nicht ausreichend wirken oder schlecht vertragen werden. Dabei ist entscheidend, dass Cannabis nicht als Ersatz, sondern als möglicher Zusatzbaustein im Rahmen eines umfassenden Behandlungskonzeptes verstanden wird. Eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung, Aufklärung über Nebenwirkungen und mögliche Abhängigkeit sowie eine strukturierte Verlaufskontrolle sind zwingend. Digitale Versorgungsmodelle wie Evidena können helfen, den Zugang zu fachkundiger Beratung, rechtssicherer Verschreibung und koordinierter Apothekenversorgung zu erleichtern, ohne die medizinische Seriosität zu kompromittieren.

Weiterlesen
Ärztliche Beratung in einer Schweizer Praxis zur Cannabis-Therapie bei Restless-Legs-Syndrom mit digitalen Unterlagen auf einem Tablet
24. Februar 2026

Medizinisches Cannabis beim Restless Legs Syndrom

<h2>Zusammenfassung: Medizinisches Cannabis bei RLS im Überblick</h2><p>Das Restless Legs Syndrom ist eine häufige neurologische Erkrankung, die vor allem abends und nachts zu einem kaum unterdrückbaren Bewegungsdrang der Beine führt. Die Folge sind Ein- und Durchschlafstörungen, Tagesmüdigkeit und nicht selten eine erhebliche psychische Belastung. Standardtherapien wie Dopaminagonisten, Antiepileptika, Opioide oder Benzodiazepine können Symptome lindern, sind aber teils mit Nebenwirkungen, Toleranzentwicklung und sogenannter Augmentation verbunden. In diesem Kontext rückt medizinisches Cannabis als potenziell ergänzende oder alternative Therapieoption in den Fokus. Studienlage und klinische Erfahrung sind noch begrenzt, erste Daten und Patientenberichte deuten jedoch darauf hin, dass medizinisches Cannabis Unruhe, Missempfindungen und Schlafstörungen bei RLS mindern kann. Entscheidend ist eine sorgfältige ärztliche Abklärung, individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung sowie eine strukturierte Dosistitration. In der Schweiz ist medizinisches Cannabis rechtlich geregelt und kann bei geeigneten Patientinnen und Patienten im Rahmen einer ärztlich begleiteten Therapie verordnet werden. Eine digitale, integrierte Versorgung wie bei Evidena kann den Zugang, die Verlaufskontrolle und die Zusammenarbeit mit Apotheken vereinfachen.</p>

Weiterlesen
Ärztliche Beratung in einer Schweizer Praxis zu medizinischem Cannabis und begleitender Meditation, neutral und sachlich dargestellt
24. Februar 2026

Cannabis und Meditation: Chancen, Risiken und medizinischer Kontext

Zusammenfassung: Cannabis und Meditation im medizinischen Kontext Die Kombination aus Cannabis und Meditation wird zunehmend thematisiert, sowohl im Freizeit- wie auch im Gesundheitsbereich. Aus medizinischer Perspektive ist wichtig zu unterscheiden: Meditation ist eine gut untersuchte, nicht-medikamentöse Methode zur Förderung von Achtsamkeit, Stressreduktion und emotionaler Stabilität. Medizinisches Cannabis hingegen ist eine verschreibungspflichtige Therapieoption, deren Einsatz in der Schweiz klar reguliert ist und immer eine ärztliche Beurteilung voraussetzt. Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Cannabinoide (z. B. THC und CBD) Einfluss auf Schmerzen, Schlaf, Muskelspannung und Stimmung haben können. Theoretisch könnte dies Bedingungen schaffen, in denen einigen Patientinnen und Patienten der Zugang zu meditativen Zuständen erleichtert wird. Gleichzeitig bestehen Risiken wie kognitive Beeinträchtigung, Angst, Herzfrequenzanstieg oder Abhängigkeit, insbesondere bei höheren Dosen oder unstrukturiertem Konsum. Für eine seriöse Einordnung gilt: Meditation kann eine sinnvolle Ergänzung einer ärztlich begleiteten Cannabis-Therapie sein, ersetzt diese jedoch nicht und sollte nicht zur Selbstmedikation schwerer Symptome genutzt werden. Eine individuelle Abklärung, transparente Zieldefinition und regelmässige Verlaufskontrolle sind zentral, um Nutzen und Risiken realistisch gegeneinander abzuwägen.

Weiterlesen
23. Februar 2026

Cannabis Edibles: Vorteile, Risiken und medizinische Einordnung

Cannabis Edibles sind Lebensmittel oder Getränke, die mit Cannabinoiden wie THC und/oder CBD versetzt wurden. Sie bieten eine rauchfreie, diskrete Einnahmemöglichkeit, die insbesondere für Menschen mit chronischen Beschwerden interessant sein kann. Gleichzeitig unterscheidet sich die Wirkung deutlich von gerauchtem oder verdampftem Cannabis: Sie setzt verzögert ein, hält länger an und kann subjektiv stärker erlebt werden. Genau diese Eigenschaften erhöhen das Risiko für Überdosierungen, insbesondere bei unerfahrenen Konsumierenden oder im Freizeitkontext ohne fachliche Begleitung. In der Schweiz ist Cannabis für Freizeitkonsum weiterhin weitgehend verboten, medizinisches Cannabis dagegen unter strengen Auflagen ärztlich verordnungsfähig. Edibles spielen hier vor allem als potenzielle Darreichungsform innerhalb einer ärztlich begleiteten Therapie eine Rolle, beispielsweise in Form von standardisierten Kapseln oder Lösungen. Für Patientinnen und Patienten können Edibles Vorteile wie eine gleichmässigere Wirkung und eine einfachere Integration in den Alltag bieten. Voraussetzung ist jedoch stets eine sorgfältige Indikationsstellung, eine kontrollierte Dosierung und eine umfassende Aufklärung über Risiken, Wechselwirkungen und rechtliche Rahmenbedingungen.

Weiterlesen
22. Februar 2026

Medizinisches Cannabis: Welche Sorte bei welcher Indikation?

Medizinisches Cannabis bietet in der Schweiz eine zusätzliche Therapieoption für ausgewählte Indikationen wie chronische Schmerzen, Spastik oder schwere Schlafstörungen. Entscheidend ist weniger der Sortenname als das konkrete Wirkstoffprofil: das Verhältnis von THC zu CBD, das Terpenmuster und die galenische Form (Blüten, Extrakte, Öle). Indica-dominante und THC-reichere Sorten werden vor allem zur abendlichen Schmerz- und Schlafunterstützung eingesetzt, während eher aktivierende, oft Sativa-dominante Profile tagsüber zum Einsatz kommen können – etwa bei Fatigue oder depressiver Stimmung, stets mit grosser Vorsicht und ärztlicher Begleitung. CBD-dominante Präparate eignen sich für Patientinnen und Patienten, die keine ausgeprägten psychoaktiven Effekte wünschen. Für eine sichere Anwendung sind ein strukturiertes Titrationsschema („start low, go slow“), ein Wirkungstagebuch und die enge Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen, Apotheken und Patientinnen zentral. Digitale Plattformen wie Evidena Care erleichtern in der Schweiz den Zugang zur ärztlichen Beurteilung, zur Rezeptabwicklung und zur kontinuierlichen Verlaufskontrolle. So kann die Cannabis-Therapie schrittweise individualisiert werden, ohne unrealistische Heilversprechen, aber mit dem Ziel, Symptome zu lindern und die Lebensqualität im Alltag zu verbessern.

Weiterlesen
22. Februar 2026

Cannabis bei Post-Covid-Muskelschmerzen: Chancen und Grenzen

Cannabis-basierte Medikamente können bei bestimmten schweren chronischen Schmerzen eine Option sein, wenn etablierte Therapien nicht ausreichend helfen. Für muskuloskelettale Schmerzen im Rahmen von Post-Covid bzw. Long Covid ist die Studienlage jedoch noch sehr begrenzt und widersprüchlich. Systematische Übersichtsarbeiten, unter anderem der Cochrane Collaboration, zeigen aktuell keinen klaren, verlässlich belegten Vorteil von THC- oder CBD-haltigen Präparaten gegenüber Placebo bei chronischen Nervenschmerzen – und die Evidenz zu Post-Covid-Muskelschmerzen ist noch dünner. Gleichzeitig berichten einzelne Betroffene und kleinere Studien von subjektiven Verbesserungen, etwa bei Schlaf, Schmerzempfinden und Erschöpfbarkeit. Wichtig ist daher eine nüchterne, medizinisch fundierte Einordnung: Cannabis ist kein Wundermittel, kann aber im Rahmen eines multimodalen Behandlungskonzepts für ausgewählte Patientinnen und Patienten ein zusätzlicher Baustein sein. Entscheidend sind eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung, eine vorsichtige Dosistitration, die Beachtung möglicher Neben- und Wechselwirkungen sowie eine kontinuierliche ärztliche Begleitung. Digitale Versorgungsangebote wie Evidena können hier helfen, Aufklärung, Therapieplanung und die Zusammenarbeit mit Apotheken strukturiert und rechtssicher zu organisieren.

Weiterlesen
Ärztin in einer Schweizer Praxis erklärt einem Patienten die Toleranzentwicklung bei medizinischem Cannabis auf einem Tablet
22. Februar 2026

Cannabis-Toleranz in der medizinischen Therapie: Was sie bedeutet und wie sie ärztlich begleitet werden kann

Zusammenfassung: Cannabis-Toleranz in der medizinischen Praxis sinnvoll einordnen Die Toleranzentwicklung gegenüber Cannabis ist ein dynamischer, grundsätzlich reversibler Anpassungsprozess des Endocannabinoid-Systems. Wiederholte THC-Exposition führt dazu, dass CB1-Rezeptoren weniger empfindlich werden oder zeitweise in geringerer Zahl zur Verfügung stehen. In der Freizeitnutzung kann dies dazu führen, dass immer höhere Mengen nötig erscheinen, um dieselbe Rauschwirkung zu erzielen. In der ärztlich begleiteten Cannabis-Therapie steht jedoch nicht der Rausch, sondern die Symptomkontrolle im Vordergrund. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: Eine spürbare Veränderung der Wirkung kann auftreten, ist aber nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass die Therapie „versagt“. Häufig lassen sich Ursachen wie Dosis, Präparat, Begleiterkrankungen, Schlaf, Stress oder andere Medikamente identifizieren und strukturiert anpassen. Pauschale, selbst initiierte Toleranzpausen sind in der medizinischen Anwendung meist nicht sinnvoll und können zu einer Verschlechterung der Grunderkrankung führen. Deutlich wichtiger ist eine kontinuierliche, ärztlich begleitete Feinabstimmung: sorgfältige Titration, möglichen Sortenwechsel prüfen, Einnahmezeiten optimieren und nicht-medikamentöse Massnahmen miteinbeziehen. So lässt sich die Wirksamkeit bestmöglich erhalten, ohne unnötige Risiken einzugehen.

Weiterlesen

Zeige 325–336 von 514 Artikeln