Cannabis bei rheumatoider Arthritis (RA)
Cannabis-basierte Therapien werden von Menschen mit rheumatoider Arthritis (RA) vor allem wegen Schmerzen, Schlafstörungen und einer eingeschränkten Lebensqualität in Betracht gezogen. Die wissenschaftliche Evidenz zeigt bislang: Cannabinoide können Schmerzen bei chronischen Erkrankungen lindern und den Schlaf verbessern, allerdings liegen für RA selbst nur wenige und methodisch eingeschränkte Studien vor. Die vorhandenen Daten deuten eher auf eine symptomorientierte als auf eine krankheitsmodifizierende Wirkung hin. Eine sichere Standarddosierung oder eine bevorzugte Applikationsform sind derzeit wissenschaftlich nicht eindeutig festgelegt. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen (zum Beispiel Müdigkeit, Schwindel, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder psychische Effekte unter THC) ist eine individuelle ärztliche Begleitung entscheidend. Medizinisches Cannabis ersetzt keine Basistherapie (DMARDs), kann aber als Baustein in einem multimodalen Behandlungskonzept diskutiert werden – insbesondere, wenn andere Optionen ausgeschöpft wurden oder unzureichend wirken. In der Schweiz ermöglichen digitale Versorgungsmodelle wie Evidena eine strukturierte, rechtssichere und kontinuierlich überwachte Cannabis-Therapie in enger Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen, Ärzten und Apotheken.
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