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Pilotprojekt Zürich Cannabis (Züri-Can): Alles Wichtige 2024

2 Min. Lesezeit
Ärztin führt in der Schweiz eine telemedizinische Beratung zur Cannabis-Therapie mit einem Patienten am Laptop durch

Die Digitalisierung verändert die Schweizer Gesundheitsversorgung grundlegend – insbesondere dort, wo spezialisierte Therapien wie medizinisches Cannabis über Telemedizin zugänglich werden. Patient:innen können heute Diagnostik, Therapieentscheidung, Rezeptausstellung und Apothekenanbindung vollständig online und dennoch rechtskonform und datenschutzsicher durchlaufen. - Schneller, barrierefreier Zugang zu spezialisierten Ärzt:innen – unabhängig vom Wohnort - Rechtssichere Therapie mit medizinischem Cannabis inklusive digitalem Rezept- und Apothekenservice - Transparente, datenschutzkonforme Prozesse von der Online-Konsultation bis zur Medikamentenversorgung

Pilotprojekt Zürich – Zueri Can: Cannabis-Regulierung im Test

Zürich war eine der ersten Schweizer Städte, die ein kontrolliertes Cannabis-Abgabeprojekt startete. „Zueri Can“ läuft seit 2023 und liefert wichtige Erkenntnisse über die Wirkung regulierter Cannabis-Abgabe in einer Grossstadt.

Was ist Zueri Can?

Zueri Can ist ein wissenschaftliches Pilotprojekt im Auftrag der Stadt Zürich, das im Rahmen des revidierten Betäubungsmittelgesetzes (BetmG) läuft. Ziel: Erkenntnisse über Konsumverhalten, Gesundheitsauswirkungen und Marktdynamik bei regulierter Cannabis-Abgabe zu gewinnen.

Wie funktioniert Zueri Can?

Berechtigte Teilnehmende: Volljährige Personen, die in der Stadt Zürich gemeldet sind und bereits Cannabis konsumieren. Cannabis-Bezug: In ausgewählten Drogerie-, Apotheken- oder Spezialbetrieben. Produkte: Standardisiertes, in der Schweiz angebautes Cannabis mit definierten THC-Gehalten. Begleitforschung: Regelmässige Befragungen, Urintests, Gesundheitschecks.

Infografik: Cannabis-Regulierung und rechtliche Rahmenbedingungen Schweiz

Erste Erkenntnisse aus dem Projekt

Frühe Berichte aus Zueri Can zeigen: Teilnehmende schätzen die Qualitäts- und Mengenstandards, viele reduzieren ihren Gesamtkonsum nach Projektbeginn, der Schwarzmarkt-Bezug nimmt bei Teilnehmenden deutlich ab, keine erhöhte Nukünftigkeit bei Minderjährigen festgestellt.

Ähnliche Projekte in anderen Städten

Bern, Basel, Biel, Genève, Winterthur und weitere Städte haben eigene Projekte gestartet. Jedes Projekt hat leicht unterschiedliche Abgabemodalitäten und Forschungsschwerpunkte. Bis 2025 sollen die Zwischenberichte vorliegen, bis 2027/28 die Abschlussberichte.

Häufige Fragen zu Zueri Can

Wie nehme ich an Zueri Can teil?

Registrierung über die offizielle Projektwebsite. Die Teilnahme ist auf eine bestimmte Anzahl Personen begrenzt; es gibt Wartelisten.

Wie viel kostet Cannabis bei Zueri Can?

Die Preise orientieren sich am Schwarzmarkt (ca. 10–15 CHF/g), um Anreize für die regulierte Quelle zu schaffen.

Was passiert nach Ende des Pilotprojekts?

Die gesammelten Daten fliessen in die nationale Gesetzgebungsdiskussion ein. Eine nationale Volksinitiative oder ein parlamentarischer Prozess Richtung Regulierung wird erwartet.

Fazit

Zueri Can ist mehr als ein lokales Experiment – es ist eine Blaupause für die zukünftige Schweizer Cannabispolitik. Die Ergebnisse werden über Zürich hinaus Wirkung entfalten.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen zu Züri-Can

Kann ich mich jetzt für Züri-Can anmelden?

Die Kapazitäten der laufenden Pilotprojekte sind begrenzt. Interessierte können sich beim Projektbüro der Stadt Zürich informieren. Anmeldungen werden nach Kriterien wie Alter, Wohnsitz und bisherigem Konsumverhalten geprüft.

Ist Züri-Can eine Legalisierung von Cannabis?

Nein. Züri-Can ist ein zeitlich befristeter Modellversuch zur wissenschaftlichen Evidenzgewinnung. Cannabis bleibt für die Allgemeinheit ausserhalb des Versuchs illegal.

Welche anderen Städte haben ähnliche Projekte?

Neben Zürich haben Bern, Basel, Biel und weitere Schweizer Städte eigene Pilotprojekte lanciert oder in Planung, alle auf Basis von BetmG Art. 8a.

Was passiert nach dem Pilotprojekt?

Die Erkenntnisse fliessen in die politische Debatte über eine mögliche Regulierung des Freizeitkonsums ein. Über eine allfällige Legalisierung entscheidet letztlich das Parlament oder das Stimmvolk.

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