Die Rolle der Telemedizin bei der Zugänglichkeit von Cannabis-Therapien in der Schweiz
Telemedizin verändert, wie Patientinnen und Patienten in der Schweiz Zugang zu medizinischen Cannabis-Therapien erhalten – ortsunabhängig, rechtssicher und datenschutzkonform. Evidena Care verbindet ärztliche Expertise, digitale Sprechstunde und Apothekenanbindung in einem vollständig online nutzbaren Angebot. - Schneller, digitaler Zugang zu spezialisierter ärztlicher Beratung - Rechtssichere Verschreibung von medizinischem Cannabis gemäss Schweizer Gesetzgebung - Direkte Anbindung an Schweizer Partnerapotheken mit digitalem Rezeptversand
Im Schweizer Gesundheitswesen verschiebt sich der Versorgungsalltag zunehmend in den digitalen Raum. Besonders deutlich zeigt sich dieser Wandel bei innovativen Therapieformen wie der medizinischen Cannabis-Therapie. Telemedizin eröffnet hier neue Möglichkeiten: Sie erleichtert den Zugang zu spezialisierten Ärztinnen und Ärzten, strukturiert Abläufe und stellt sicher, dass gesetzliche Vorgaben eingehalten werden – und das, ohne dass Patientinnen und Patienten ihre Wohnung verlassen müssen.
Evidena Care versteht sich dabei nicht als Cannabis-Shop, sondern als telemedizinische Gesundheitsplattform. Im Zentrum stehen medizinische Beurteilung, seriöse Aufklärung und eine datenschutzkonforme Umsetzung der Therapie. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie Telemedizin konkret funktioniert, welche rechtlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz gelten und wie Betroffene eine mögliche Cannabis-Therapie in ihren Behandlungsalltag integrieren können.
Telemedizin in der Schweiz: Grundlagen und Chancen
Telemedizin beschreibt die Erbringung medizinischer Leistungen über Distanz – typischerweise per Video, Telefon oder gesicherter Chat- und Dokumentenplattform. In der Schweiz hat sich dieser Ansatz besonders seit den letzten Jahren etabliert. Versicherer, Ärztinnen und Ärzte sowie Patientinnen und Patienten haben erkannt, dass viele medizinische Fragestellungen ohne physische Präsenz in der Praxis effizient und sicher geklärt werden können.
Für Menschen mit chronischen Beschwerden, Schmerzen, Schlafstörungen oder entzündlichen Erkrankungen bedeutet dies eine erhebliche Entlastung. Statt wiederholter Anreisen, Wartezeiten und organisatorischer Hürden können Termine flexibel im eigenen Alltag geplant werden. Die ärztliche Qualität bleibt dabei unverändert zentral: Eine seriöse telemedizinische Plattform arbeitet ausschliesslich mit zugelassenen Medizinerinnen und Medizinern zusammen, die über die notwendigen Kenntnisse im Bereich der Cannabis-Medizin verfügen.
Gleichzeitig erhöht Telemedizin die Transparenz. Medizinische Dokumente, Berichte und Therapieverläufe lassen sich strukturiert ablegen und bei Bedarf nachvollziehen. Dies unterstützt nicht nur die behandelnden Fachpersonen, sondern auch Patientinnen und Patienten, die so einen besseren Überblick über ihre Behandlung behalten.
Medizinisches Cannabis: Einordnung, Wirkstoffe und Anwendungsbereiche
Medizinisches Cannabis wird in der Schweiz als mögliche Therapieoption bei bestimmten, meist chronischen Beschwerden eingesetzt, wenn etablierte Behandlungen unzureichend wirksam sind oder nicht vertragen werden. Im Fokus stehen nicht der Freizeitkonsum oder eine berauschende Wirkung, sondern das therapeutische Potenzial einzelner Wirkstoffe der Cannabispflanze.

Besonders relevant sind:
- Tetrahydrocannabinol (THC): psychoaktiver Hauptwirkstoff mit potenziell schmerzmodulierenden, muskelrelaxierenden und appetitanregenden Effekten.
- Cannabidiol (CBD): nicht berauschender Wirkstoff, der in Kombination mit THC oder eigenständig eingesetzt wird und unter anderem entzündungsmodulierende und entspannende Eigenschaften haben kann.
- Weitere Cannabinoide und Terpene: werden zunehmend erforscht, ihr Zusammenspiel könnte die Gesamtwirkung beeinflussen ("Entourage-Effekt").
Diese Liste zeigt exemplarisch, welche Inhaltsstoffe medizinisch im Vordergrund stehen. Für Patientinnen und Patienten ist vor allem wichtig zu verstehen, dass nicht jede Cannabis-Form gleich ist. Unterschiedliche Präparate (z.B. standardisierte Öle, Kapseln, Blüten zur Inhalation) besitzen verschiedene Wirkstoffgehalte und Anwendungsprofile. Ziel einer ärztlich begleiteten Cannabis-Therapie ist es, ein Produkt und eine Dosierung zu finden, die zur individuellen Situation, zu Vorerkrankungen und zu bestehenden Medikamenten passt – ohne die Erwartung, ein “Wundermittel” zu erhalten.
Rechtliche Rahmenbedingungen in der Schweiz
Der Einsatz von medizinischem Cannabis ist in der Schweiz klar geregelt. THC-haltige Cannabisarzneimittel unterliegen dem Betäubungsmittelrecht, während CBD-haltige Produkte in unterschiedliche Kategorien fallen können (z.B. Arzneimittel, Medizinprodukte oder nicht-medizinische Produkte). Für eine reguläre medizinische Cannabis-Therapie sind folgende Punkte besonders wichtig:
- Ärztliche Indikationsstellung: Die Entscheidung für eine Cannabis-Therapie erfolgt nach sorgfältiger Prüfung durch eine Ärztin oder einen Arzt.
- Dokumentationspflicht: Verlauf, Wirkung und mögliche Nebenwirkungen werden strukturiert dokumentiert.
- Apothekenpflicht: THC-haltige medizinische Cannabisprodukte werden über Apotheken abgegeben.
- Einhalten der Vorgaben von Swissmedic und der Betäubungsmittelgesetzgebung.
Telemedizinische Angebote wie Evidena Care sind an diese rechtlichen Vorgaben gebunden. Das bedeutet: Auch wenn Beratung und Entscheidungsfindung digital erfolgen, gelten dieselben Standards wie in einer physischen Praxis. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte prüfen Indikation, Kontraindikationen, Wechselwirkungen und alternative Therapieoptionen. Nur wenn der potenzielle Nutzen im Einzelfall überwiegt und keine schwerwiegenden Einwände bestehen, kann ein entsprechendes Rezept ausgestellt werden.
Telemedizinische Cannabis-Therapie Schritt für Schritt
Der Weg zu einer möglichen Cannabis-Therapie über Telemedizin folgt in der Regel einem strukturierten Ablauf. Dies dient sowohl der medizinischen Sorgfaltspflicht als auch der Nachvollziehbarkeit für Patientinnen und Patienten.
- Online-Registrierung und Anamnese: Interessierte Personen legen ein geschütztes Nutzerkonto an und beantworten medizinische Fragen zu Beschwerden, bisherigen Therapien, Vorerkrankungen und aktuellen Medikamenten.
- Digitale Sichtung durch das medizinische Team: Das Ärzteteam prüft vorab, ob eine potenzielle Indikation vorliegen könnte oder ob Ausschlussgründe erkennbar sind.
- Videokonsultation mit spezialisierter Ärztin / spezialisiertem Arzt: In einem ausführlichen Gespräch werden Symptome, Erwartungen, bisherige Erfahrungen und Bedenken strukturiert besprochen. Es können auch Dokumente wie Arztberichte oder Befunde einbezogen werden.
- Therapieentscheidung und Aufklärung: Wenn eine Cannabis-Therapie medizinisch sinnvoll erscheint, werden Nutzen, Risiken, Alternativen und die geplante Dosierungsstrategie erläutert.
- Rezeptausstellung und Apothekenanbindung: Erfolgt eine Verschreibung, wird das Rezept digital an eine Partnerapotheke übermittelt, die das Arzneimittel gemäss den gesetzlichen Vorgaben liefert oder zur Abholung bereitstellt.
- Verlaufskontrolle und Anpassung: Über die Plattform können Folgetermine vereinbart, Wirkungsverläufe dokumentiert und Dosen angepasst werden.
Dieser Ablauf macht deutlich, dass Telemedizin keine “Rezept auf Knopfdruck”-Lösung darstellt. Im Gegenteil: Die digitale Struktur ermöglicht eine besonders klare, nachvollziehbare und reproduzierbare Dokumentation der medizinischen Entscheidungswege. Für Patientinnen und Patienten entsteht dadurch ein transparentes, schrittweises Vorgehen, in dem sie aktiv eingebunden werden.
Vorteile der digitalen Gesundheitsversorgung bei Cannabis-Therapien
Die digitale Gesundheitsversorgung bietet im Zusammenhang mit medizinischem Cannabis mehrere konkrete Vorteile, die über reine Bequemlichkeit hinausgehen.
- Kontinuierliche medizinische Betreuung
- Schnellere Integration neuer Therapieformen
- Verbesserte Compliance dank einfacher Informationsbereitstellung
Kontinuität bedeutet, dass Nachsorgetermine, Dosisanpassungen und Rückfragen ohne langen Vorlauf und ohne Anreise organisiert werden können. Dies erleichtert es vielen Menschen, Therapiepläne einzuhalten und Nebenwirkungen frühzeitig anzusprechen. Neue Therapieformen – etwa standardisierte Cannabis-Extrakte oder kombinierte Präparate – können telemedizinisch schneller in die Praxis integriert werden, da Informationsmaterial, Schulungen und ärztliche Expertise zentral verfügbar sind. Schliesslich fördert die Bündelung aller relevanten Informationen auf einer Plattform die Therapietreue: Dosierungspläne, Einnahmehinweise, Termine und Berichte sind für Patientinnen und Patienten strukturiert zugänglich, was Unsicherheiten reduziert und die eigenständige Mitarbeit im Behandlungsprozess stärkt.
Telemedizin, Datenschutz und Schweizer Qualitätsstandards
Datenschutz und Informationssicherheit sind in der telemedizinischen Versorgung zentrale Grundpfeiler. Seröse Plattformen arbeiten mit Ende-zu-Ende-verschlüsselten Verbindungen, rollenbasierten Zugriffsrechten und klaren Löschkonzepten. In der Schweiz greifen zudem strenge Vorgaben des Datenschutzgesetzes (DSG) sowie berufsrechtliche Schweigepflichten für Ärztinnen und Ärzte. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies: Gesundheitsdaten werden ausschliesslich zu medizinischen Zwecken genutzt, nicht für Werbung oder nicht-medizinische Auswertungen. Digitale Signaturen, nachvollziehbare Logins und Protokollierungen stellen sicher, dass nur berechtigte Personen Zugriff auf sensible Informationen erhalten. Gerade im Kontext der Cannabis-Therapie, die häufig von gesellschaftlichen Vorurteilen begleitet ist, schafft eine diskrete, digitale Abwicklung zusätzliche Sicherheit und Vertraulichkeit.
Dosierung, Titration und Verlaufskontrolle in der Telemedizin
Eine zentrale Herausforderung in der Cannabis-Therapie ist die individuell passende Dosierung. Cannabis wirkt je nach Person, Begleiterkrankungen, Medikamenten und Anwendungsform unterschiedlich. Telemedizin eignet sich besonders gut, um diesen Prozess strukturiert zu begleiten.

Typischerweise verfolgen Ärztinnen und Ärzte das Prinzip «start low, go slow»:
- Beginn mit einer niedrigen Anfangsdosis
- Langsame, schrittweise Steigerung in festgelegten Abständen
- Regelmässige Rückmeldungen zu Wirkung und Nebenwirkungen
- Ggf. Kombination von THC- und CBD-haltigen Präparaten
Über die telemedizinische Plattform können Patientinnen und Patienten einfache Tagebücher zu Schmerzintensität, Schlafqualität oder Funktionsniveau führen. Diese Daten fliessen in die nächste Videokonsultation ein und erleichtern die gemeinsame Bewertung: Wird ein therapeutischer Effekt erreicht? Treten unerwünschte Wirkungen auf? Muss die Dosierung angepasst oder die Therapie neu bewertet werden? So entsteht ein iterativer Prozess, der stärker datenbasiert ist als bei sporadischen Praxisbesuchen und der es ermöglicht, die Therapie laufend zu optimieren, ohne den Alltag übermässig zu belasten.
Typische Indikationen und Grenzen der Cannabis-Therapie
In der klinischen Praxis wird medizinisches Cannabis vor allem dort diskutiert, wo andere Behandlungsversuche unzureichend geholfen haben oder nicht vertragen wurden. Häufig genannte Anwendungsbereiche sind beispielsweise chronische Schmerzen, spastische Beschwerden bei neurologischen Erkrankungen, Appetitverlust oder bestimmte Begleitsymptome bei Langzeiterkrankungen.

Wichtig ist dabei eine nüchterne Einordnung:
- Cannabis ist keine Standardtherapie der ersten Wahl.
- Es ersetzt bewährte Behandlungen in der Regel nicht, sondern ergänzt sie.
- Nicht alle Patientinnen und Patienten profitieren im gleichen Ausmass.
- Kontraindikationen (z.B. bestimmte psychische Erkrankungen, Schwangerschaft) müssen strikt beachtet werden.
Telemedizin kann helfen, diese Abwägungen transparent zu machen. In der Videoberatung können Erwartungen besprochen, mögliche Nutzen und Risiken verständlich erklärt und Alternativen aufgezeigt werden. So entsteht eine gemeinsame Entscheidungsbasis, auf der die Ärztin oder der Arzt letztlich fachlich verantwortet, ob eine Therapie mit Cannabis vertretbar ist oder ob andere Wege sinnvoller erscheinen.
Cannabis-Therapie
Erfahren Sie, wie eine ärztlich begleitete Cannabis-Therapie bei Evidena Care abläuft – von der digitalen Erstabklärung über die Videokonsultation bis zur rechtssicheren Verschreibung und Betreuung im Verlauf.
Info-/Vergleichsportal
Vergleichen Sie unterschiedliche Therapieoptionen, informieren Sie sich zu medizinischen Cannabis-Präparaten und erhalten Sie strukturiertes Hintergrundwissen – neutral, evidenzbasiert und verständlich aufbereitet.
Partner-Apotheken
Entdecken Sie, wie Evidena Care mit Schweizer Partnerapotheken zusammenarbeitet, um eine zuverlässige Versorgung mit medizinischen Cannabis-Arzneimitteln sicherzustellen – inklusive digitalem Rezeptversand.
Allgemeine Fragen
Finden Sie Antworten auf häufige Fragen zu Telemedizin, Datenschutz, rechtlichen Grundlagen und praktischen Aspekten der Cannabis-Therapie in der Schweiz.
Evidena Care: Strukturierte telemedizinische Versorgung statt Online-Shop
Evidena Care positioniert sich bewusst als medizinische Telemedizin-Plattform und nicht als Verkaufsstelle für Cannabisprodukte. Dies bedeutet: Die Plattform stellt den Rahmen für ärztliche Konsultationen, Therapieentscheidungen und die Anbindung an Apotheken zur Verfügung, ohne selbst Arzneimittel zu vertreiben. Dadurch werden Interessenskonflikte reduziert, und der Fokus liegt klar auf der medizinischen Qualität der Behandlung.
Zu den Kernfunktionen gehören:
- Telemedizinische Sprechstunden mit spezialisierter ärztlicher Betreuung
- Strukturierte Anamnese- und Dokumentationsprozesse
- Digitaler, rechtssicherer Rezeptversand an Schweizer Apotheken
- Patientenportal mit Terminverwaltung, Dokumentenablage und Nachsorgefunktionen
Für Patientinnen und Patienten entsteht dadurch eine Art „digitales Behandlungszimmer“, in dem alle relevanten Schritte – vom ersten Informationsbedürfnis über die ärztliche Beurteilung bis zur Verlaufskontrolle – zentralisiert werden. Dies erhöht die Nachvollziehbarkeit und erleichtert die Kommunikation zwischen allen Beteiligten.
Patientenerlebnis: Barrierearm, transparent und alltagsnah
Neben der medizinischen Qualität spielt das Erleben des gesamten Prozesses eine wichtige Rolle. Viele Menschen befinden sich zum Zeitpunkt einer möglichen Cannabis-Therapie bereits in einer belastenden Situation – sei es durch chronische Schmerzen, eingeschränkte Mobilität oder wiederholte Therapieversuche. Ein digital strukturierter Weg kann hier entlasten: Kurze Wege zu Informationen, klare Terminbestätigungen, verständlich aufbereitete Aufklärungsunterlagen und die Möglichkeit, Rückfragen unkompliziert zu stellen, tragen zu einem Gefühl von Kontrolle und Sicherheit bei. Telemedizin ersetzt nicht das persönliche Gespräch – sie ermöglicht es vielmehr, dieses Gespräch zeit- und ortsunabhängig in hoher Qualität zu führen.
Technische und organisatorische Voraussetzungen für eine sichere Nutzung
Damit Telemedizin in der Cannabis-Therapie zuverlässig und sicher funktioniert, müssen einige technische und organisatorische Voraussetzungen erfüllt sein. Auf Patientenseite reicht in der Regel ein aktuelles Smartphone, Tablet oder ein Computer mit Kamera, Mikrofon und stabiler Internetverbindung. Auf Seiten der Plattform sind deutlich höhere Anforderungen zu erfüllen: gesicherte Serverstandorte, verschlüsselte Verbindungen, geprüfte Videodienste, rollenbasierte Zugriffsverwaltung und regelmässige Sicherheitsaudits.
Organisatorisch ist entscheidend, dass die Abläufe klar definiert sind: Wer beantwortet medizinische Rückfragen? Wie werden Notfallsituationen erkannt und an geeignete Strukturen (z.B. Hausarztpraxis, Spital) übergeben? Wie werden Rezepte verwaltet, verlängert oder angepasst? Evidena Care bildet diese Prozesse standardisiert und nachvollziehbar ab. So kann sichergestellt werden, dass die digitale Form der Versorgung nicht zu Unklarheiten führt, sondern im Gegenteil Abläufe transparent macht und Doppelspurigkeiten reduziert.
Ausblick: KI, Datenintegration und die Zukunft der Cannabis-Therapie
Die Kombination aus Telemedizin und medizinischem Cannabis steht erst am Anfang ihrer Entwicklung. In den kommenden Jahren ist zu erwarten, dass weitere Bausteine hinzukommen, die die Versorgung weiter verändern werden:
- KI-gestützte Entscheidungshilfen, die Ärztinnen und Ärzte bei der Indikationsstellung und Dosisfindung unterstützen
- Bessere Integration in elektronische Patientendossiers zur ganzheitlichen Betrachtung der Krankengeschichte
- Strengere, aber klarere regulatorische Leitlinien auf Basis wachsender klinischer Evidenz
- Internationale Kooperationen, um Studienergebnisse und Versorgungsmodelle zu vergleichen
Für Patientinnen und Patienten in der Schweiz kann dies mittelfristig bedeuten, dass Cannabis-Therapien noch zielgerichteter, sicherer und individueller eingesetzt werden. Telemedizin bleibt dabei ein zentrales Bindeglied: Sie verknüpft digitale Daten, ärztliche Expertise und reale Versorgung in Apotheken und weiteren Gesundheitsstrukturen. Immer entscheidend bleibt, dass Cannabis als Baustein in ein übergeordnetes Behandlungskonzept eingebettet ist – nicht als alleinige Lösung, sondern als mögliche Option in einem professionell begleiteten Therapieweg.
Einordnung und Fazit
Die Telemedizin hat das Potenzial, die Zugänglichkeit von Cannabis-Therapien in der Schweiz nachhaltig zu verbessern. Sie senkt Eintrittshürden, strukturiert komplexe Abläufe und stärkt gleichzeitig die Rolle der ärztlichen Expertise. Plattformen wie Evidena Care zeigen, dass digitale Prozesse und medizinische Seriosität sich nicht ausschliessen, sondern sich gegenseitig verstärken können. Wer eine Cannabis-Therapie in Erwägung zieht, findet hier keinen Schnellzugang zu Produkten, sondern einen klaren, nachvollziehbaren Weg durch Aufklärung, Indikationsprüfung und Verlaufskontrolle.
Für das Schweizer Gesundheitswesen insgesamt steht damit ein Modell zur Verfügung, das auch auf andere Therapiefelder übertragbar ist: telemedizinisch, datenschutzkonform, evidenzbasiert und patientenzentriert. Wie stark sich Cannabis-Therapien langfristig etablieren werden, hängt von der weiteren Studienlage, der gesetzlichen Entwicklung und der klinischen Erfahrung ab. Telemedizin sorgt dafür, dass dieser Prozess transparent und strukturiert gestaltet werden kann – im Interesse von Patientensicherheit, medizinischer Qualität und einer modernen, digital unterstützten Versorgung.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zur telemedizinischen Cannabis-Therapie
Ersetzt die Telemedizin den Besuch in einer Arztpraxis vollständig?
Nicht in jedem Fall. Viele Schritte einer Cannabis-Therapie lassen sich sicher telemedizinisch abbilden – insbesondere Anamnese, Verlaufskontrolle und Dosisanpassungen. In bestimmten Situationen kann jedoch weiterhin eine körperliche Untersuchung vor Ort notwendig oder sinnvoll sein, etwa bei unklaren Symptomen oder akuten Verschlechterungen. Ärztinnen und Ärzte werden im Rahmen der Videokonsultation einschätzen, ob ergänzende Untersuchungen in einer lokalen Praxis oder Klinik erforderlich sind.
Wie wird sichergestellt, dass die Therapie rechtlich einwandfrei ist?
Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte unterliegen der Schweizer Gesetzgebung, den Vorgaben von Swissmedic sowie den berufsrechtlichen Standards. Telemedizinische Plattformen wie Evidena Care stellen sicher, dass Rezepte nur nach ärztlicher Beurteilung ausgestellt werden, dass Dokumentationspflichten erfüllt sind und dass THC-haltige Präparate ausschliesslich über Apotheken abgegeben werden. So gelten dieselben rechtlichen Rahmenbedingungen wie in einer physischen Praxis.
Muss ich für eine telemedizinische Cannabis-Therapie bereits eine Diagnose haben?
Eine bestehende Diagnose – zum Beispiel zu einer chronischen Schmerzstörung – ist oft hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung für ein Erstgespräch. Im Rahmen der digitalen Anamnese und Videokonsultation erheben die Ärztinnen und Ärzte alle relevanten Informationen und können vorhandene Arztberichte oder Befunde einbeziehen. Ob eine Cannabis-Therapie infrage kommt, wird erst nach dieser Gesamtbeurteilung entschieden.
Werden die Kosten für eine Cannabis-Therapie von der Krankenkasse übernommen?
Die Kostenübernahme durch Krankenkassen hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem von der Indikation, vom konkreten Präparat und vom Versicherungsmodell. In manchen Fällen ist eine (teilweise) Kostenerstattung möglich, in anderen nicht. Evidena Care unterstützt Patientinnen und Patienten dabei, die notwendigen Unterlagen für Anfragen bei der Krankenversicherung bereitzustellen, trifft jedoch keine Entscheidung über eine Kostenübernahme. Diese liegt ausschliesslich bei der jeweiligen Kasse.
Ist meine Anonymität gewahrt, wenn ich Telemedizin für Cannabis-Therapie nutze?
Medizinische Behandlungen sind grundsätzlich vertraulich. Telemedizinische Plattformen verwenden verschlüsselte Verbindungen und speichern Daten gemäss Schweizer Datenschutzgesetz. Zugriff haben nur autorisierte Personen, die direkt an Ihrer Behandlung beteiligt sind. Informationen über eine mögliche Cannabis-Therapie werden nicht an Dritte weitergegeben, sofern keine rechtliche Pflicht besteht oder Sie nicht ausdrücklich zustimmen (z.B. für die Kommunikation mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt).
Was passiert, wenn ich Nebenwirkungen bemerke?
Wenn Sie unter einer Cannabis-Therapie neue oder belastende Symptome bemerken, sollten Sie dies zeitnah melden. Über die telemedizinische Plattform können Sie eine Rückmeldung an das medizinische Team senden oder einen kurzfristigen Termin für eine Videokonsultation vereinbaren. Gemeinsam wird dann geprüft, ob eine Anpassung der Dosis sinnvoll ist, ein Präparatewechsel in Betracht kommt oder die Therapie beendet werden sollte. In akuten Notfällen (z.B. starke Brustschmerzen, Atemnot) ist jedoch immer der direkte Weg über Notruf oder Notfallstation zu wählen.
Kann ich die Therapie jederzeit abbrechen?
Ja. Die Teilnahme an einer Cannabis-Therapie ist freiwillig. Sie können die Behandlung jederzeit in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beenden. In vielen Fällen ist es sinnvoll, die Dosis schrittweise zu reduzieren, statt abrupt aufzuhören. Dies wird im Rahmen einer telemedizinischen Nachsorge besprochen und begleitet, damit der Übergang medizinisch sinnvoll gestaltet wird.