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Full digital: Die Zukunft der Gesundheitsversorgung mit Telemedizin und medizinischem Cannabis in der Schweiz

11 Min. Lesezeit
Ärztin in der Schweiz führt telemedizinische Beratung zur medizinischen Cannabis-Therapie über Laptop mit Patientin

Die digitale Gesundheitsversorgung in der Schweiz entwickelt sich in rasantem Tempo – Telemedizin, moderne Therapieformen wie medizinisches Cannabis und digitale Apothekenservices wachsen zu einem ganzheitlichen System zusammen. Evidena Care AG versteht „full digital“ als lückenlose, rechtssichere und patientenzentrierte Versorgung – von der ersten Beratung bis zum Rezept in der Apotheke. • Vollständig digitale, datenschutzkonforme Betreuung durch spezialisierte Ärzt:innen • Strukturierter Zugang zur Cannabis-Therapie nach Schweizer Recht – ohne Umwege • Nahtlose Anbindung an Partner-Apotheken und Unterstützung bei der Kostenerstattung

Full digital: Was bedeutet das für die Gesundheitsversorgung in der Schweiz?

„Full digital“ beschreibt im Gesundheitswesen mehr als nur eine Online-Sprechstunde. Gemeint ist ein vollständig digital abgebildeter Versorgungsweg – von der ersten Information über die ärztliche Beratung bis hin zur Therapieplanung und Rezeptübermittlung in die Apotheke. In der Schweiz sind diese Entwicklungen eng mit strengen Datenschutzvorgaben, klaren rechtlichen Rahmenbedingungen und hohen Qualitätsansprüchen verknüpft. Evidena Care AG positioniert sich in diesem Umfeld als Telemedizin- und Gesundheitsplattform, welche die Cannabis-Therapie rechtssicher und strukturiert zugänglich macht. Für Patient:innen bedeutet das: Sie können ihre Behandlungsschritte vollständig online organisieren, ohne Abstriche bei der medizinischen Qualität oder der Datensicherheit. Gleichzeitig bleibt die ärztliche Entscheidungshoheit unangetastet – jede Therapie, insbesondere mit medizinischem Cannabis, erfolgt nach individueller Prüfung und im Dialog mit erfahrenen Ärzt:innen.

Übersicht medizinische Indikationen für Cannabis-Therapie in der Schweiz

Telemedizin in der Schweiz: Von der Ausnahme zum neuen Standard

Telemedizin hat sich in der Schweiz von einem Nischenangebot zu einem wichtigen Bestandteil der Regelversorgung entwickelt. Videokonsultationen, digitale Anamnesen und strukturierte Online-Fragebögen ermöglichen es, einen grossen Teil der ärztlichen Beratung sicher und effizient digital durchzuführen. Besonders in der Behandlung chronischer Erkrankungen, bei wiederkehrenden Kontrollterminen oder für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zeigt sich der Nutzen deutlich: weniger Wegzeiten, planbare Termine und eine flexible Einbindung in den Alltag. Evidena setzt hier auf spezialisierte Ärzt:innen mit Erfahrung in der Cannabis-Therapie und in der digitalen Betreuung. Die Videogespräche erfolgen über datenschutzkonforme Plattformen, die den Schweizer Vorgaben zur Informationssicherheit entsprechen. So wird der persönliche ärztliche Kontakt erhalten, während gleichzeitig administrative Prozesse verschlankt und für Patient:innen deutlich vereinfacht werden.

Wie eine telemedizinische Konsultation abläuft

Der typische Ablauf einer telemedizinischen Beratung bei Evidena folgt einer klaren Struktur: Zunächst buchen Patient:innen online einen Termin und füllen im Vorfeld einen medizinischen Fragebogen aus. Dieser erfasst Beschwerden, Vorerkrankungen, bisherige Therapien und aktuelle Medikamente. Im anschliessenden Videogespräch bespricht die Ärztin oder der Arzt diese Angaben, stellt gezielte Rückfragen und führt – soweit digital möglich – eine orientierende Untersuchung durch, etwa zu Schlaf, Schmerzintensität oder Alltagsbelastung. Auf dieser Basis wird entschieden, ob eine Cannabis-Therapie medizinisch sinnvoll und rechtlich zulässig ist oder ob andere Behandlungsschritte priorisiert werden sollten. Der gesamte Prozess ist darauf ausgelegt, Transparenz zu schaffen: Patient:innen wissen jederzeit, in welcher Phase sie sich befinden, welche Informationen benötigt werden und wie die nächsten Schritte aussehen. So entsteht trotz räumlicher Distanz eine kontinuierliche, nachvollziehbare Betreuung.

Telemedizinische Versorgung: Vorteile für unterschiedliche Patientengruppen

Telemedizin bietet in der Schweiz insbesondere für bestimmte Patientengruppen besondere Vorteile. Menschen mit chronischen Schmerzen, entzündlichen Erkrankungen oder Schlafstörungen sind häufig über längere Zeiträume in Behandlung und benötigen regelmässig ärztliche Rücksprachen. Digitale Konsultationen verkürzen hier Wartezeiten und ersparen wiederholte Anfahrten in die Praxis. Auch Patient:innen in ländlichen Regionen profitieren von der Möglichkeit, auf spezialisierte Fachärzt:innen zuzugreifen, ohne kantonsübergreifend lange Wegstrecken zurücklegen zu müssen. Für Personen mit eingeschränkter Mobilität – etwa aufgrund neurologischer Erkrankungen oder nach Operationen – kann die Telemedizin den Zugang zur Versorgung überhaupt erst praktikabel machen. Gleichzeitig kommt dem Datenschutz eine zentrale Rolle zu: Moderne Verschlüsselungsstandards, klare Zugriffsregelungen und transparente Einwilligungsprozesse sorgen dafür, dass sensible Gesundheitsdaten geschützt bleiben und nur für die Behandlung genutzt werden.

Ablauf vom telemedizinischen Termin bis zum Cannabis-Rezept in der Apotheke

Cannabis-Therapie in der Schweiz: Medizinischer Rahmen und Chancen

Mit der Anpassung der gesetzlichen Grundlagen wurde in der Schweiz der Weg für den medizinischen Einsatz von Cannabis geebnet. Ärzt:innen können unter bestimmten Voraussetzungen medizinisches Cannabis verschreiben, etwa bei chronischen Schmerzen, spastischen Beschwerden, Appetitlosigkeit im Rahmen bestimmter Erkrankungen oder anhaltenden Schlafstörungen, wenn konventionelle Therapien unzureichend wirken oder nicht vertragen werden. Evidena versteht Cannabis dabei als eine mögliche Option innerhalb eines breiteren therapeutischen Spektrums, nicht als Ersatz für alle anderen Behandlungen. Im Mittelpunkt steht stets die individuelle Abwägung: Welche Beschwerden liegen vor, welche Therapien wurden bereits versucht, wie ist die aktuelle Lebenssituation der Patientin oder des Patienten, und welche Ziele werden mit der Behandlung verfolgt? Erst auf dieser Basis wird geprüft, ob ein Cannabis-Arzneimittel sinnvoll in ein bestehendes Behandlungskonzept integriert werden kann.

Wirkstoffe, THC/CBD-Verhältnis und therapeutische Überlegungen

Medizinisches Cannabis umfasst unterschiedliche Wirkstoffprofile, insbesondere im Hinblick auf die Cannabinoide Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). THC ist überwiegend für psychoaktive Effekte verantwortlich, während CBD häufig mit eher ausgleichenden, dämpfenden Eigenschaften in Verbindung gebracht wird. In der medizinischen Anwendung spielt das Verhältnis von THC zu CBD eine wesentliche Rolle für Wirksamkeit und Verträglichkeit. Bei Evidena werden Patient:innen ausführlich darüber informiert, welche Produktearten es gibt (z. B. Öle, Kapseln, standardisierte Blüten zur Inhalation), wie sich unterschiedliche THC/CBD-Kombinationen auswirken können und welche Rolle die individuelle Empfindlichkeit spielt. Ein zentraler medizinischer Grundsatz ist das sogenannte „Start low, go slow“ – also ein behutsames Eindosieren mit niedrigen Anfangsdosen und langsamer Steigerung. So sollen unerwünschte Effekte minimiert und eine möglichst gut verträgliche, wirksame Dosis gefunden werden.

Vergleich von THC und CBD im medizinischen Kontext

Rechtliche Rahmenbedingungen und Verantwortung

Die Verschreibung von medizinischem Cannabis in der Schweiz erfolgt unter klar definierten gesetzlichen Vorgaben. Ärzt:innen tragen die Verantwortung, sorgfältig zu dokumentieren, aus welchen Gründen eine Cannabis-Therapie gewählt wird und wie sie in ein gesamtes Behandlungskonzept eingebettet ist. Teilweise sind Meldungen an Behörden oder Versicherungen erforderlich, zudem müssen Dosierung, Verlauf und mögliche Nebenwirkungen regelmässig überprüft werden. Für Patient:innen ist wichtig zu wissen: Medizinisches Cannabis wird als Arzneimittel behandelt, nicht als Konsumprodukt. Eigenmedikation ohne ärztliche Begleitung oder der Bezug ausserhalb der vorgesehenen Kanäle ist mit erheblichen medizinischen und rechtlichen Risiken verbunden. Evidena legt grossen Wert darauf, hier transparent zu informieren, unrealistische Erwartungen zu relativieren und gemeinsam mit den Patient:innen realistische Therapieziele zu definieren, zum Beispiel die Reduktion bestimmter Symptome oder eine bessere Alltagsbewältigung.

Grafische Darstellung des Cannabinoid-Spektrums in medizinischen Produkten

Digitaler Apotheken- und Rezeptservice: Der letzte Schritt zur full digitalen Versorgung

Ein zentrales Element eines „full digital“ Versorgungsmodells ist die nahtlose Anbindung an Apotheken. Gerade bei Cannabis-Arzneimitteln ist es wichtig, dass die ausgewählten Produkte verfügbar, qualitätsgeprüft und korrekt dokumentiert sind. Über Evidena können Rezepte nach ärztlicher Ausstellung digital an Partner-Apotheken in der Schweiz übermittelt werden. Dadurch entfällt für Patient:innen der physische Weg zum Praxisempfang, um Papierrezepte abzuholen. Die Apotheke erhält alle relevanten Informationen strukturiert und kann die Bestellung sowie die Beratung vorbereiten. Für viele Patient:innen, insbesondere bei eingeschränkter Mobilität oder in ländlichen Regionen, bedeutet dieser Service eine spürbare Entlastung. Zudem lassen sich Rückfragen zwischen Apotheke und Ärzt:innen schneller klären, da Informationen digital vorliegen und sicher übermittelt werden können.

Unterstützung bei Krankenkassen und Kostenerstattung

Die Frage der Kostenübernahme spielt bei medizinischem Cannabis eine wichtige Rolle. Je nach Indikation, Versicherungsmodell und individueller Situation kann eine teilweise oder vollständige Erstattung in Betracht kommen, ist jedoch nicht garantiert. Evidena unterstützt Patient:innen dabei, die notwendigen Unterlagen für Anfragen bei der Krankenkasse zusammenzustellen – etwa ärztliche Berichte, Therapiepläne oder Begründungen für den Einsatz von Cannabis-Arzneimitteln. Partner-Apotheken sind mit den abrechnungsrelevanten Prozessen vertraut und können dazu beitragen, dass Rezepte und Kostenvoranschläge korrekt vorbereitet werden. Auch wenn keine verbindlichen Zusagen gegeben werden können, trägt eine strukturierte, transparente Dokumentation erstens zu einer fairen Beurteilung bei und zweitens zu einem besseren Verständnis der eigenen Versorgungssituation. Patient:innen gewinnen damit mehr Sicherheit bei der Planung ihrer Therapie und der Abschätzung möglicher Kosten.

Vorteile des digitalen Apotheken- und Rezeptservices auf einen Blick

  • Direkte, digitale Übermittlung von Rezepten an Schweizer Partner-Apotheken
  • Weniger Wege und geringerer organisatorischer Aufwand für Patient:innen
  • Strukturierte Zusammenarbeit zwischen Ärzt:innen, Plattform und Apotheken

Die genannten Vorteile verdeutlichen, wie ein digitaler Apotheken- und Rezeptservice den Versorgungsalltag spürbar erleichtern kann. Durch die unmittelbare, elektronische Übermittlung der Verordnung liegen alle relevanten Angaben zeitnah in der Apotheke vor. Patient:innen müssen keine Papierdokumente verwalten oder nachreichen und profitieren von klaren Kommunikationswegen. Die koordinierte Zusammenarbeit sorgt zudem dafür, dass Rückfragen zur Medikation, Verfügbarkeit oder Dosierung effizient beantwortet werden können. Dadurch verkürzt sich die Zeitspanne zwischen ärztlicher Entscheidung und tatsächlichem Therapiebeginn. Insbesondere bei medizinischem Cannabis, wo Verfügbarkeit und Produktauswahl variieren können, unterstützt ein solcher Service eine geordnete Versorgung. Zusätzlich können administrative Schritte, etwa im Zusammenhang mit Kostengutsprachen oder Nachfolgerezepten, einfacher strukturiert und nachvollziehbar dokumentiert werden.

Übersicht medizinischer Anwendungsformen von Cannabis-Arzneimitteln

Plattformfunktionen von Evidena: Full digital, aber persönlich

Die technischen Funktionen einer Telemedizin-Plattform sind entscheidend dafür, wie gut sich eine digitale Therapie in den Alltag integrieren lässt. Evidena bietet Patient:innen einen persönlichen Login-Bereich mit sicherer Kontoverwaltung. Dort können Termine gebucht, Dokumente eingesehen und Nachrichten mit dem medizinischen Team ausgetauscht werden. Automatisierte Erinnerungen unterstützen dabei, Folgetermine wahrzunehmen oder notwendige Unterlagen rechtzeitig bereitzustellen. Gleichzeitig behalten Patient:innen jederzeit einen Überblick über bereits durchgeführte Konsultationen, ausgestellte Rezepte und medizinische Dokumente. Diese Transparenz stärkt das Vertrauen in den Behandlungsprozess und erleichtert es, die eigene Therapie aktiv mitzugestalten. Trotz aller Automatisierung bleibt der menschliche Kontakt zentral: Bei medizinischen Fragen, Unsicherheiten oder Veränderungen der Beschwerden können Patient:innen gezielt das Gespräch mit den verantwortlichen Ärzt:innen suchen.

Grafik zur Dosierung und Titration bei Cannabis-Therapie

Unterstützung bei Medikamentenauswahl und Dosierung

Die Wahl des passenden Cannabis-Arzneimittels ist komplex und hängt von mehreren Faktoren ab: Indikation, gewünschtem Wirkspektrum, bisherigen Erfahrungen mit Medikamenten, bestehenden Erkrankungen und möglicher Begleitmedikation. Über die Plattform von Evidena erhalten Patient:innen verständliche Informationen zu den in Frage kommenden Optionen. Die Ärzt:innen erklären, welche Präparate für den individuellen Fall geeignet sind, wie mit der Dosierung begonnen wird und nach welchen Kriterien eine Anpassung erfolgt. Visuelle Hilfsmittel wie Dosierungspläne oder Symptomtagebücher können helfen, die Wirkung im Alltag systematisch zu beobachten. So lassen sich Muster erkennen, etwa in Bezug auf Tageszeiten, Belastungsspitzen oder Schlaf. Diese Daten fliessen wiederum in die ärztliche Beurteilung ein und ermöglichen eine feinere Justierung der Therapie. Ziel ist nicht eine maximal hohe Dosis, sondern eine möglichst gute Balance aus Wirksamkeit und Verträglichkeit.

Patientenerlebnis: Full digital, aber möglichst einfach

Ein zentrales Ziel digitaler Gesundheitslösungen ist es, komplexe medizinische Prozesse für Patient:innen verständlicher und einfacher zugänglich zu machen. Bei Evidena beginnt dies mit einer klaren, nüchternen Darstellung der Abläufe: Wie vereinbare ich einen Termin? Welche Unterlagen sollte ich vorbereiten? Wie läuft das Videogespräch konkret ab? Was geschieht nach einer möglichen Verordnung von medizinischem Cannabis? Durch strukturierte Informationsseiten, nachvollziehbare Schritt-für-Schritt-Darstellungen und transparente Hinweise zu rechtlichen Grenzen wird Orientierung geschaffen. Gleichzeitig können Barrieren abgebaut werden – etwa für Menschen, die sich unsicher im Umgang mit digitalen Tools fühlen oder bisher wenig Erfahrung mit Telemedizin haben. Kurze Erläuterungen, technische Unterstützung und ein reduziertes, übersichtliches Design tragen dazu bei, dass sich die Plattform intuitiv nutzen lässt. So bleibt mehr Raum für das Wesentliche: den medizinischen Austausch und die Entwicklung eines tragfähigen Therapiekonzepts.

Schritt-für-Schritt-Darstellung des digitalen Versorgungswegs bei Evidena

Spezielle Bedürfnisse: Chronische Erkrankungen und Langzeitbetreuung

Menschen mit chronischen Erkrankungen benötigen häufig nicht nur eine punktuelle Behandlung, sondern eine langfristige Begleitung. Das gilt insbesondere, wenn Therapien wie medizinisches Cannabis eingesetzt werden, die regelmässige Verlaufskontrollen erfordern. Telemedizinische Angebote wie diejenigen von Evidena ermöglichen es, Kontrolltermine flexibel zu planen und Anpassungen zeitnah zu besprechen. Beispielsweise können Veränderungen der Symptomatik, Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten frühzeitig thematisiert werden. Digitale Fragebögen oder Symptomtagebücher helfen, auch zwischen den Konsultationen strukturierte Rückmeldungen zu geben. So bleibt die Behandlung nicht statisch, sondern kann dynamisch an den Verlauf angepasst werden. Der Fokus liegt darauf, Patient:innen in ihrer Selbstwahrnehmung zu stärken und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie ihren Gesundheitszustand besser einordnen und mit den behandelnden Ärzt:innen besprechen können.

Rechtssicherheit und Datenschutz in der digitalen Gesundheitsversorgung

Datenschutz und rechtliche Sicherheit sind Grundpfeiler jeder seriösen digitalen Gesundheitsplattform. In der Schweiz gelten hohe Standards für den Umgang mit Gesundheitsdaten, die zu den besonders schützenswerten Personendaten zählen. Evidena setzt daher auf verschlüsselte Datenübertragung, geschützte Serverstandorte und klar geregelte Zugriffsrechte. Patient:innen entscheiden selbst, welche Daten erhoben werden und wofür sie verwendet werden dürfen. Einwilligungen werden transparent dokumentiert und können jederzeit angepasst werden. Darüber hinaus richtet sich die ärztliche Tätigkeit strikt nach den geltenden Berufspflichten und den rechtlichen Regelungen für die Verschreibung von Cannabis-Arzneimitteln. Dies umfasst die sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiken, die Pflicht zur Aufklärung und Dokumentation sowie regelmässige Überprüfungen der Therapie. Für Patient:innen entsteht dadurch ein Rahmen, in dem digitale Innovation und rechtliche Verlässlichkeit zusammenfinden – eine zentrale Voraussetzung, um Vertrauen in neue Versorgungsformen aufzubauen und langfristig zu erhalten.

Grafik zu rechtlichen THC-Grenzen und Regelungen in der Schweiz

Ausblick: Full digital als Teil der zukünftigen Versorgungslandschaft

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Telemedizin, Cannabis-Therapie und digitale Apothekenservices sind dabei nur drei Bausteine eines sich wandelnden Systems. In der Schweiz arbeiten Gesundheitsbehörden, Fachgesellschaften, Ärzt:innen und Plattformanbieter daran, diese Entwicklungen verantwortungsvoll zu gestalten. Für Evidena bedeutet dies, das Angebot fortlaufend an neue Erkenntnisse, gesetzliche Anpassungen und Bedürfnisse der Patient:innen anzupassen. Denkbar sind künftig etwa noch engere Vernetzungen mit Hausärzt:innen, digitale Verlaufsberichte für andere Behandler:innen oder erweiterte Informationsangebote rund um komplementäre Therapien. Der Anspruch bleibt jedoch konstant: Digitale Lösungen sollen den Zugang zu qualifizierter medizinischer Betreuung erleichtern, ohne den persönlichen Kontakt oder die sorgfältige ärztliche Verantwortung zu ersetzen. „Full digital“ wird so zu einem Synonym für durchgängig koordinierte, transparente und patientenzentrierte Versorgung – mit medizinischem Cannabis als einer von mehreren möglichen Therapiebausteinen.

Häufig gestellte Fragen

FAQ: Häufige Fragen zu Telemedizin und Cannabis-Therapie bei Evidena

Ist eine Cannabis-Therapie bei Evidena für jede Person geeignet?

Nein. Ob eine Cannabis-Therapie geeignet ist, hängt von der individuellen medizinischen Situation ab. Im Rahmen der telemedizinischen Konsultation prüft die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt ausführlich Beschwerden, Vorerkrankungen, bisherige Therapien und aktuelle Medikamente. Bei bestimmten Vorerkrankungen, Schwangerschaft, bestimmten psychischen Erkrankungen oder problematischem Substanzkonsum kann eine Cannabis-Therapie ausgeschlossen oder nur unter strengen Voraussetzungen in Betracht gezogen werden. Ziel ist eine sorgfältige, individuelle Abwägung von Nutzen und Risiken.

Wie läuft die Terminvereinbarung und das Videogespräch ab?

Sie wählen online einen passenden Termin und erhalten eine Bestätigung per E-Mail. Vor dem Gespräch füllen Sie einen medizinischen Fragebogen aus, damit sich die Ärztin oder der Arzt vorbereiten kann. Zum vereinbarten Zeitpunkt loggen Sie sich über den gesicherten Link in den Videoraum ein. Für die Konsultation benötigen Sie ein internetfähiges Gerät mit Kamera und Mikrofon. Während des Gesprächs werden Ihre Beschwerden, Erwartungen und bisherigen Erfahrungen ausführlich besprochen, und es wird geklärt, ob eine Cannabis-Therapie sinnvoll ist oder andere Behandlungsschritte im Vordergrund stehen.

Erhalte ich mein Rezept immer digital und sofort?

Eine Rezeptausstellung erfolgt nur, wenn die Ärztin oder der Arzt nach sorgfältiger Prüfung zu dem Schluss kommt, dass medizinisches Cannabis für Ihre Situation in Frage kommt und rechtlich zulässig ist. Es besteht kein Anspruch auf ein Rezept. Wenn eine Verordnung erfolgt, wird das Rezept in der Regel digital an eine Partner-Apotheke übermittelt. In Einzelfällen können weitere Unterlagen, Rückfragen oder Abklärungen erforderlich sein, bevor das Rezept final ausgestellt wird. Der Ablauf wird jeweils transparent mit Ihnen besprochen.

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten für medizinisches Cannabis?

Die Kostenübernahme durch Krankenkassen ist vom Einzelfall, der Indikation und dem individuellen Versicherungsmodell abhängig. In manchen Situationen kann eine (Teil-)Erstattung in Betracht kommen, sie ist aber nicht garantiert. Evidena unterstützt Sie dabei, die für eine Anfrage bei der Krankenkasse benötigten Dokumente vorzubereiten. Die endgültige Entscheidung über eine Kostenübernahme liegt jedoch immer bei der jeweiligen Versicherung. Im Rahmen der Beratung werden Kostenfragen offen angesprochen, damit Sie Ihre Therapieplanung realistisch einschätzen können.

Wie sicher sind meine Daten auf der Evidena Plattform?

Der Schutz Ihrer Gesundheitsdaten hat oberste Priorität. Evidena nutzt verschlüsselte Verbindungen, gesicherte Serverstandorte und rollenbasierte Zugriffsrechte, sodass nur berechtigte Personen auf Ihre Daten zugreifen können. Sie entscheiden, welche Informationen gespeichert werden dürfen und wofür sie genutzt werden. Einwilligungen werden transparent eingeholt und dokumentiert. Die Plattform richtet sich nach den geltenden Schweizer Datenschutzbestimmungen für besonders schützenswerte Personendaten. Weitere Details zum Datenschutz können Sie in den entsprechenden Richtlinien auf der Website einsehen.

Kann ich meine laufende Behandlung bei meiner Hausärztin oder meinem Hausarzt mit Evidena kombinieren?

Ja, in vielen Fällen ist eine ergänzende Nutzung möglich und sinnvoll. Es ist empfehlenswert, Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt über eine geplante oder laufende Cannabis-Therapie zu informieren, damit alle relevanten Informationen in die Gesamtbehandlung einfliessen können. Auf Wunsch können Berichte oder medizinische Unterlagen – nach Ihrer Einwilligung – zur Koordination an andere Behandler:innen weitergegeben werden. So lassen sich Dopplungen vermeiden und Wechselwirkungen mit anderen Therapien besser abschätzen.

Was passiert, wenn sich meine Beschwerden unter der Therapie verändern?

Veränderungen – sowohl Verbesserungen als auch Verschlechterungen oder unerwünschte Effekte – sollten frühzeitig mit den behandelnden Ärzt:innen besprochen werden. Über die Evidena Plattform können Sie Folgetermine vereinbaren oder je nach Angebot auch schriftliche Rückmeldungen geben. Häufig werden Dosierung und Einnahmeschema im Verlauf angepasst. In manchen Fällen ist es sinnvoll, die Therapie zu unterbrechen oder zu beenden. Wichtig ist, diese Schritte nicht eigenständig vorzunehmen, sondern im Rahmen der ärztlichen Betreuung.

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